Schöneres Stadtbild: 250 Bürger sammeln Müll

Von: Markus Bienwald
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Wie hier die Schüler von der Willy-Brandt-Gesamtschule opferten insgesamt 180 Teilnehmer der Schulen aus dem Stadtgebiet von Übach-Palenberg einen Teil ihres Ferienanfangs für den städtischen Frühjahrsputz. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Immer, wenn es darum geht, dass in der ehemaligen Zechengemeinde etwas geräumt, geschnitten oder abgefahren werden muss, dann stehen die Männer von Udo Langendorf in der ersten Reihe. Denn der Chef des Technischen Betriebes sorgt mit seinen meist in leuchtend orangefarbener Dienstbekleidung aktiven Leuten dafür, dass in der Stadt Ordnung herrscht.

So war es natürlich auch am Freitagnachmittag, als die Stadt erstmals nicht an einem Samstagvormittag zum traditionellen Frühjahrsputz einlud. „Wir müssen sparen“, begründete Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch diesen Schritt, denn die fleißigen Männer vom „Bauhof“, wie der Technische Betrieb im Volksmund immer noch heißt, waren bei dieser Aktion die einzigen, die nicht freiwillig im Einsatz waren. Der veränderte Termin bei der inzwischen 16. Auflage dieser Putzaktion, die immer tonnenweise Unrat aus Feld und Flur entfernt, dünnte naturgemäß auch ein wenig die Teilnehmerzahl aus.

Doch dank der Schulen, die sich trotz des Starts in die Osterferien mit 180 Personen beteiligten, und 70 Freiwilligen am Treffpunkt Carolus-Magnus-Centrum (CMC), kam die stattliche Anzahl von 250 Helfern zusammen. Und die sammelten so einiges ein, was achtlos oder mit voller Absicht nicht im normalen Müllkreislauf landete, sondern die Landschaft verschandelte.

Langendorf, der schon viel Müll gesehen hat, fragte sich am Ende der Aktion zwar wie jedes Mal, warum Menschen ihre ausgedienten Fernseher, Räder, Reifen und Badewannen einfach so in der Landschaft parkten. „Aber das ist immer so“, meinte er fast resignierend.

Wärmende Suppe für alle Helfer

Einig waren sich die Teilnehmer darin, dass bei vernünftigem Umgang mit der Natur und der Nutzung der vorhandenen Abfallmöglichkeiten solche Putztage eigentlich nicht anberaumt werden müssten. Umgekehrt war aber die Freude nach getaner Arbeit in den insgesamt elf Sammelbezirken im gesamten Stadtgebiet sehr groß. Denn die Suppe, die zum Abschluss als wohlschmeckender Dank an alle Helfer verteilt wurde, wärmte bei dem doch empfindlich kühlen Wetter abschließend schön durch.

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