Übach-Palenberg - Schneelast bremst die Turnierplaner aus

Schneelast bremst die Turnierplaner aus

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:

Übach-Palenberg. Alles umsonst? Briefe sind geschrieben und verschickt, Anrufe mit Geschäftsführern und Obleuten geführt, Spielpläne für zwölf Senioren-Mannschaften ausgetüftelt, Schiedsrichter angefragt. Und dann die Mitteilung der Stadtverwaltung, dass die Sporthalle gesperrt ist. Die Schneelast drückt schwer aufs Dach, folglich Bedenken wegen der Sicherheit.

Allein aus diesem Grund hat Peter Nickels Verständnis für den Schritt. Aber dennoch ist damit die ganze organisatorische Arbeit des Geschäftsführers der Fußball-Seniorenabteilung des TuS Rot-Weiß Frelenberg für die Katz. Das Hallenturnier, geplant für den kommenden Sonntag, musste abgesagt werden. „Das ist schon eine große Enttäuschung”, bekennt der 24-jährige Geschäftsführer und Aktive der Rot-Weißen. Mit Akribie hat der Student der Bergbautechnik seine erste Spielplanung dieser Größenordnung begonnen. Schon im vorigen Oktober.

Nach Absprache mit seinem Abteilungschef Peter Bransch und dem Vorsitzenden Heinz Peter Mines war der zweite Sonntag im Januar als Termin fixiert. Das musste der Verein dem Kreisfußballverband melden, Gebühr 25 Euro, und ihm die Schiedsrichter benennen, die das Turnier pfeifen. Die Halle am Gymnasium stand per Erlaubnis der Stadt für rund 100 Euro zur Verfügung.

Zwölf Mannschaften aus der Region hatten freudig zugesagt. Sogar aus Ederen und Birgelen wurde die Teilnahme angemeldet. Im Fall des Turniersieges winkten 100 Euro Prämie; 75 und noch mal 50 Euro für die Nachplatzierten. Das alles muss irgendwo herkommen. Aber beim Turnier wird ja nicht nur schneller Sport geboten. Ein Kaffee oder ein Bier, eine heiße Wurst oder ein Stück Kuchen wird gerne zwischendurch konsumiert bei mehr als acht Stunden Fußballbetrieb in der Halle.

Das heißt, rechtzeitig Lieferanten über Kontingente informieren, wie viele Fässer der Bierverlag bereitstellt oder der Metzger des Vertrauens an Bockwurst vorproduziert. Selbst die Frauen und Familien der rot-weißen Organisatoren sprechen früh über Teig und Zutaten ihrer beliebten Kuchen, die sie fürs Turnier stiften. Das sind willkommene Einnahmen. Die decken auch die Kosten, und „was über eine schwarze Null hinaus geht, ist gut für die Abteilungskasse”, sagt Vereinschef Heinz Peter Mines.

Stopp! Am 27. Dezember kam die Ernüchterung. Plötzlich war der Schnee in einer Masse vorhanden, dass - durch Beispiele andernorts gewarnt - die Stadt als Eigentümerin der Halle kein Risiko einer Katastrophe, eines Dacheinsturzes eingehen wollte.

Peter Nickels erfuhr umgehend davon, gab die bedauerliche Mitteilung an die beteiligten Adressen weiter. „Das ist schon schade, aber die Sicherheit geht vor”, sagt der 24-Jährige. Die Kosten nimmt der Fußballabteilung auch niemand ab. Zwar bestanden Verband und Verwaltung nicht mehr auf Gebühreneinzug, aber der organisatorische Aufwand über Wochen war nicht mehr umzukehren.

Alles umsonst? Peter Nickels möchte seine Arbeit nicht ganz für den Papierkorb geleistet haben. Denn „ein paar Stunden waren das schon”, sagt er in Bescheidenheit. Absicht der Fußballer bleibt, das Turnier zu realisieren. Man suchte nach einem Ersatztermin, der mit Samstag, 26. Februar, offenbar schon gefunden ist. „Am liebsten mit unseren zwölf Wunschmannschaften”, baut Peter Nickels auf Stabilität seiner computerhinterlegten Daten. Das könnte sogar, argumentiert der 24-Jährige, der Vorbereitung auf den Liga-Start Ende März dienen. Ein Fußballturnier als Training, das wäre nicht umsonst.
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