Schlosskonzert: Ergreifend, dynamisch, ausdrucksstark

Von: mabie
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Das „Parfenov Duo“ mit Komponist und Interpret André Parfenov am Klavier und Iuliana Mönch an der Violine begeisterte beim inzwischen 25. Schlosskonzert der „Freunde der Kammermusik“ in Übach-Palenberg. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Bei Ausstellungen heißt es so oft „Der Künstler ist anwesend“, was für Interessierte zu einem ganz besonderen Austausch führen kann. Das ist gerade bei Konzerten mit klassischer Musik nur ganz selten der Fall. Deshalb durften sich die Gäste beim inzwischen 25. Schlosskonzert der „Freunde der Kammermusik“ im Schloss Zweibrüggen besonders geehrt fühlen.

Denn mit dem „Parfenov Duo“ standen nicht nur zwei ausgezeichnete Interpreten bereit. André Parfenov spielte nicht nur Klavier, sondern ließ auch seine eigenen Kompositionen hören. „Haben Sie sich nicht schon immer mal gewünscht, dass der Komponist selbst seine Stücke spielt oder sie bei Konzerten beispielsweise von Rachmaninoff dabei sind?“, fragte Iuliana Münch, die im Duo den Geigenpart übernahm.

Musikalische Überraschungen

Dass beide die im Konzerttitel versprochenen musikalischen Überraschungen bestens umzusetzen verstanden, zeigte schon das erste Stück. Ergreifend, hochdynamisch und mit einer unfassbaren Ausdruckskraft gesegnet, zeigten sich die Musiker bei Corellis bekannter „La Folia“ in Bestform. Das galt ohne Einschränkung auch für die Klaviersoli, die André Parfenov im Laufe des Konzertes einspielte. Wobei neben Chopins „Ballade Nr. 1“ und besagtem Rachmaninoff in Form der Prelude mit „Reminiszenz und Fuga“ auch ein Stück aus der Feder des 1972 geborenen Komponisten Parfenov gespielt wurde.

Unterschiedliche Epochen

Die anspruchsvolle Musik Parfenovs fügte sich dabei nahtlos in den klassischen Musikgenuss ein, der am Ende des ersten Teils vom Allegro und Tempo di Minuetto aus Mozarts „Sonate für Violine und Klavier, e-moll“ (KV 304) gekrönt wurde.

Nicht nur Schirmherr Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch und der Vorsitzende der Freunde der Kammermusik, Hanns-Paul Jouck genossen das abwechslungsreiche und interessante Programm aus unterschiedlichen Musikepochen.

Das „Parfenov Duo“ ließ auch im zweiten Teil die Atmosphäre einer Ära aufleben, in der die Komponisten selbst auf die Bühne traten, um ihre Stücke live dem Publikum vorzuführen.

Die „Melodie“ von Tschaikowsky leitete dabei zu einem wohligen Dreiklang von André Parfenov über. Mit Violine und Klavier überzeugten die Musiker ihre begeisterten Gäste nicht nur mit einem Tango aus dem Ballett „Verlorene Kinder“ und einer klingenden Hommage an Sergej Sergejewitsch.

Kulturelles Leben beeinflusst

Wie sehr das Leben schon in früheren Epochen und noch bis in die Jetztzeit kulturelles Leben und die Musik beeinflusst, bewies nicht zuletzt der Klang und der Titel des Stücks „Erfolg und Blamage eines Installateurs“. Mit einem ungewöhnlich reichen und stets auf Abwechslung bedachten Reigen, nahm das Duo die Menschen mit auf eine zu Recht mit viel Applaus bedachte Reise in die Welt herrlicher Musik.

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