Übach-Palenberg - Scherpenseeler Kita Teil eines Netzwerkes

Scherpenseeler Kita Teil eines Netzwerkes

Von: mabie
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Volkhard Dörr von der Stadt Ubach-Palenberg, AWO-Kreisvorsitzender Hans-Josef Krawanja, AWO-Kreisgeschäftsführer Andreas Wagner, die Scherpenseeler Kita-Leiterin Christiane Schollmeyer, Elsbeth Barwinski, Ulla Sevenich-Matar und Silke Seifert von der Kita in Ubach (v. l.) freuten sich gemeinsam mit Mitarbeiterinnen über die Ernennung zum Familienzentrum.

Übach-Palenberg. „An-Dre-As”: Diese drei Trommelschläge dürften dem Kreisgeschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Kreis Heinsberg noch länger in den Ohren klingen. Denn er durfte am Freitag mit diesen kleinen Schlägen auf die Trommel mit zu einem überaus gelungenen Eröffnungsfest in der Einrichtung in der Scherpenseeler Planckstraße beigetragen haben.

Seit Freitagmorgen ist die dortige Einrichtung nämlich gemeinsam mit der AWO-Kindertagesstätte in der Comeniusstraße in Übach offizielles Familienzentrum. Einrichtungsleiterin Christiane Schollmeyer präsentierte dazu gleich die ersten Früchte aus der Zusammenarbeit mit einem externen Kooperationspartner. Das ist die Kreismusikschule mit Standort Marienberg, die bei der erfolgreichen Gründung des Kindergartenchores half.

Mit dem „Kennenlernlied” und „Ich bin ein Musikant” brachen die Kinder gleich das Eis. „Ein Stück Geschichte, auch für Scherpenseel”, nannte Schollmeyer die Geschichte der AWO-Kita. Zehn Jahre war sie in der Katholischen Grundschule (KGS) an der Heerlener Straße zuhause, ehe sie vor fast 20 Jahren an ihren jetzigen Standort mitten in einem Wohngebiet umzog.

Vier Gruppen gibt es hier, zwei davon sind integrativ, nehmen neben je zehn Kindern ohne Behinderung auch fünf Kinder mit Behinderung oder einer Entwicklungsverzögerung auf. Ab Januar gibt es sechs Kinder unter drei Jahren, sodass sich die Gesamtzahl der Kinder hier auf 69 erhöht.

Für die Betreuung steht ein Team von 15 pädagogischen und therapeutischen Mitarbeiterinnen bereit. „Wir haben hier ein gutes Raumangebot, allerdings hoffen wir auf den Anbau”, lächelte Christiane Schollmeyer. Der steht ganz oben auf der Prioritätenliste, doch der Haushalt des AWO-Kreisverbandes wird wohl erst 2011 darüber entscheiden. Die Leiterin sah den Schwerpunkt der Tätigkeit vor Ort in der Bildung eines Netzwerkes für Familien. „Heute gibt es Netzwerke überall, in ganz vielen Bereichen, doch wir wollen eine Erweiterung des Angebots für die gesamte Familie erreichen.”

Das mit 6000 Euro jährlich bezuschusste Familienzentrum hat hierzu schon Kooperationen mit dem Mehrgenerationenhaus der Stadt Übach-Palenberg, der Stadtbücherei, der Landfrauenvereinigung, dem Verein „FUNtasie”, der AOK und anderen Kindergärten gebildet. „Der Ausbau der Elternecke zum Elterncafé ist noch in der Mache”, blickte sie in die Zukunft. Durch Vernetzung will sie mehr Information und eine optimale Förderung verknüpfen. „Durch dieses neue Konzept gibt es ein erweitertes Angebot, die schon sehr hohe Qualität unserer Kitas wird weiter verbessert”, lobte auch der AWO-Kreisvorsitzende Hans-Josef Krawanja.

Kreisgeschäftsführer Andreas Wagner stellte schließlich das hohe Niveau von Angeboten und Qualität in den Kitas heraus, die durch das Netzwerk noch wachsen könne. „Es ist schon eine spannende Sache, den Kindergarten nicht nur als isolierte Einrichtung, sondern Teil eines Netzwerkes zu sehen”, schloss er. Und Ulla Sevenich-Matar, Fachbereichsleiterin der Kinder- und Jugendhilfe bei der AWO, betonte den reichen Erfahrungsschatz der Mitarbeiterinnen. Fortbildungen sowie multiprofessionelle Teams mit Menschen aus verschiedenen Fachrichtungen arbeiteten hier Hand in Hand.

„Es ist nämlich längst nicht mehr so, dass wir nur nett mit den Kindern spielen, sondern eine qualitativ hochwertige Arbeit mit den Kindern und auch den Eltern machen”, unterstrich sie.
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