Sanierung: Blick auf Gymnasium St. Ursula wird freigelegt

Von: Manfred Hahn
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Eine freie Sicht sollen die Passanten künftig auf das Ursulinenkloster haben. Die Baumfällarbeiten haben begonnen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Während die ersten Schritte für die Neugestaltung der Fläche vor dem Gymnasium St. Ursula in der Geilenkirchener Innenstadt schon sichtbar werden, hatte sich am Mittwochabend auch der Stadtrat für die überarbeitete Planung dieses dritten Bauabschnitts der Innenstadtsanierung ausgesprochen.

Die neue Planung war von der Kommunalaufsicht beim Kreis Heinsberg gefordert worden, nachdem die Grünen Beschwerde darüber geführt hatten, dass die ersten Pläne auch die privaten Parkplätze am Gymnasium einbezogen. Die Kosten der Maßnahme sinken durch das Ausklammern der Parkplätze von 723.391 auf 597.499 Euro, worauf Grünen-Sprecher Hans-Jürgen Benden bei der Ratssitzung mit sichtlicher Genugtuung hinwies. Den Einwand von Bürgermeister Thomas Fiedler, dass der Hauptanteil der Kosten aus Fördermitteln komme, wies Benden mit der Bemerkung „Auch Fördermittel sind Steuergelder“ zurück.

Akzeptiert wurde die Planung, die Tiefbauamtsleiter Hans-Josef Bröhl im Umwelt- und Bauausschuss vorgestellt hatte. Demnach sollen entlang der Zufahrt zu St. Ursula Säuleneichen gepflanzt sowie Split- und Rasenflächen angelegt werden. Damit folgt auch die endgültige Planung dem Bestreben der ersten Vorstellungen, nämlich einen freien und ansprechenden Blick auf den historischen Eingangsbereich des Gymnasiums zu bieten. Auf der Fläche werden Gräser und Stauden angepflanzt, und es entsteht eine Hainbuchenhecke von etwa 80 Zentimetern Höhe, in deren Nischen insgesamt 13 Bänke aufgestellt werden sollen. Grün soll es also bleiben, aber nicht in der bisherigen Höhe.

Was den Baumbestand angeht, so soll eine im Planungsbereich stehende Magnolie erhalten bleiben, während jedoch einige Ulmen weichen müssen. Am Donnerstagmorgen haben die Arbeiten bereits links vom Kloster begonnen. Am Vorabend hatte Stephan Evertz in der Ratssitzung einen letzten, wenn auch vergeblichen Versuch, die Ulmen zu retten. Sein Antrag wurde abgelehnt. Schatten sollen künftig Platanen in dieser „grünen Lunge für die Innenstadt“ – so SPD-Ratsherr Kurt Sybertz im Bauausschuss – spenden. Der gesamte Bereich wird für alle Bürger zugänglich bleiben.

Die Verwaltung hatte auf einen Beschluss des Bauausschusses reagiert, der statt der Aufstellung von Fitnessgeräten für Erwachsene Kinderspielgeräte forderte. Bei der Ausschusssitzung war gegen eine Anlage von Trimm-dich-Geräten argumentiert worden, da solche an diesem Ort mit viel Publikumsverkehr kaum lange Überlebenschancen hätten.

Tiefamtsleiter Bröhl stellte in der Ratssitzung deshalb zwei Geräte für jüngere Nutzer vor. Zum einen ging es um eine Art Karussell, an dem jeweils zwei Kinder turnen können, und zum anderen um eine Wippe. Kosten werden die Geräte 3112 und 2500 Euro. Beide Geräte sind aus solidem Edelstahl und damit so robust, dass „sie auch dem Betätigungsdrang von Oberprimanern standhalten“, so Hans-Josef Bröhl.

Zu den nun wohl endgültigen Plänen gab Rat einstimmig grünes Licht.

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