Ruhiges Lernen unter dem sicheren Dach

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
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Ein rundes Jahr Arbeit steckt drin in der Sanierungsphase des Gymnasiumdachs über dem Trakt A. Das Gebälk wurde erneuert, etwa 40 Tonnen Schiefer sind danach aufgebracht worden. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Sie ist recht einladend, die schiefergraue Eckcouch in dem hellen, freundlichen Raum. Aber sie soll nicht zum ausdauernden Klönen verführen. Auch darauf verweisen postkartengroße Zettel, die auf den Tischen haften.

Sinn des neugestalteten Doppelzimmers im Zentrum des St.-Ursula-Gymnasiums ist das Lernen, auf eigene Initiative der Oberstufenschüler, und in Ruhe.

„Lernzentrum” heißt das Angebot, das den jungen Damen und Herren dieses Gymnasiums jetzt zur Verfügung steht. Schulleiter Matthias Küsters fand bei der offiziellen Übergabe „allen Grund, um Danke zu sagen”.

Darin schloss er die Stadt Geilenkirchen, die Bistumsverwaltung, den Förderverein und auch den freiwilligen Einsatz für die Aufsicht im Lernzentrum ein.

Aus zwei früheren Klassenräumen ist das interessante Angebot für die Schüler entstanden. In einer „sehr angenehmen Zusammenarbeit, zielgerichtet und auch rücksichtsvoll”, wie der Oberstudiendirektor betonte.

Entstanden sind 18 bequeme Lernplätze. Die Nutzer - potenziell sind es die rund 600 Gymnasiasten der Oberstufe - haben die Möglichkeit, aus einem mit Ladegeräten bestückten Schrank Kleincomputer, so genannte Notebooks, auszuleihen und damit aus Wissensforschung zu gehen.

In den drei Regalen, die zusätzlich zum Aufsichtsplatz - ebenfalls mit Computer- und Druckeranschluss - Platz gefunden haben, gibt es aber auch noch den „analogen” Zugriff auf Information. Schmale Bände über Fremdsprachen bis hin zu „dicken Wälzern” gibt der Katalog her.

Da kann man zum „National Geografic” in deutscher Sprache greifen wie zu Informationen der Aachener Hochschule oder der Arbeitsagentur. In moderner Weltliteratur ist ebenso zu schmökern wie in einer Ausgabe von Brehms T(h)ierleben aus der Auflage von 1950. Lexika und eine wuchtige Meyer-Enzyklopädie reichern das Angebot dieser „Präsenzbibliothek” an.

Peter Reifferscheidt, Lehrer im Bischöflichen Gymnasium, erläuterte den Gästen auch, das man im Zug dieses modernen Lernangebots die zwischenzeitlich antiquierte Bibliothek im früheren Klostertrakt aufgegeben habe. Ein neuer Kursraum konnte auf diese Art für den Schulbetrieb gewonnen werden. Für die Innovation wurden rund 12.500 Euro ins Mobiliar und 5000 Euro in die Technik investiert.

Offen steht den Oberstufen-Lernenden der Raum an den fünf Schultagen jeweils ab 9.30 Uhr bis in den Nachmittag. Die Schüler selbst wie auch engagierte Mütter der Gymnasiasten organisieren eine Aufsicht für die Dauer der Zutrittszeiten und regeln die organisatorische Abwicklung, was Peter Reifferscheidt besonderen Respekt abverlangte.
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