Rüdiger Strübig tritt als AK-Vorsitzender zurück

Von: Udo stüßer
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Er ist überraschend zurückgetreten: AK-Vorsitzender Rüdiger Strübig. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Rüdiger Strübig ist als Vorsitzender und als Geschäftsführer des 170 Mitglieder zählenden Aktionskreises Geilenkirchen am Dienstag überraschend zurückgetreten. „Im Vorstand gab es lange anhaltende Konflikte. Ich lasse mir nicht auf der Nase herumtanzen, es ist zum Eklat gekommen, deshalb habe ich meine Konsequenzen gezogen“, erklärte er am Mittwoch.

Worin diese Konflikte bestanden haben und was das Fass nun zum Überlaufen gebracht hat, wollte er nicht sagen. Nur so viel: „Ein Vorsitzender kann sich nicht das Heft des Handelns aus der Hand nehmen lassen. Ich fühle mich persönlich verletzt.“

Problematisch sei für ihn auch die Tatsache gewesen, dass er beide Ämter in Personalunion inne hatte. Wenn man Kritik an ihm als Geschäftsführer geübt habe, habe ihm kein Vorsitzender zur Seite stehen können, da er selbst diesen Posten übernommen hatte.

Rüdiger Strübig war seit 2001 ununterbrochen Geschäftsführer des Aktionskreises. Zum Vorsitzenden wurde er erstmals im Jahre 2007 gewählt, von 2010 bis 2013 hatte die Rechtsanwältin Rita Freches-Heinrichs das Amt inne, dann löste Strübig sie wieder ab. Turnusmäßig wären im Mai Vorstandswahlen, möglicherweise werden sie vorgezogen. „Ich kann nur hoffen, dass all das, was ich angeschoben habe, vernünftig weitergeführt wird. Nun muss man vernünftige und fleißige Leute finden“, sagte Strübig dazu.

Überraschender Rückzug

Für die restlichen Vorstandsmitglieder kam dieser Rückzug vollkommen überraschend. Sicherlich, so erklärten am Mittwoch stellvertretender Vorsitzender Jörg Stamm und Schatzmeister Heinz Arno Plum, habe man unterschiedliche Ansichten über die künftige Ausrichtung des Vereins. Deshalb habe man im Vorstand eine Diskussion angeregt und für Dienstagabend eine Vorstandssitzung einberufen.

„Rüdiger Strübig hat sich einer sachlichen Diskussion nicht stellen wollen und ist nicht erschienen“, erläuterte Stamm. Gekommen sei lediglich eine E-Mail, in der er den Rücktritt von beiden Positionen erklärte. „Wir haben versucht, ihn zu einem ordnungsgemäßen Übergang zu bewegen, das ist uns nicht gelungen. Dadurch schadet er dem Verein“, bedauerte Stamm.

Lasten verteilen

Trifftige Gründe für den Rücktritt kennen weder Stamm noch Plum, deshalb könnten sie, wie sie am Mittwoch erklärten, die Gründe von Strübig nicht bewerten. Aber eines wissen beide: „Der Zeitpunkt des Rücktritts ist sehr unglücklich, da im Mai ohnehin Neuwahlen angestanden hätten“, sagte Stamm weiter. Er stellte am Mittwoch klar, dass er nun lediglich kommissarisch als Vorsitzender zur Verfügung stehe, „allerdings nur bis ein neuer Vorsitzender gefunden wird“.

Er hoffe nun, dass dies bis Mai der Fall sein wird. Stamm und Plum zeigten sich optimistisch, dass der Aktionskreis alle in diesem Jahr geplanten Veranstaltungen stemmen könne. „Auf jeden Fall ist es an der Zeit, dass Veränderungen herbeigeführt werden. Es darf im Aktionskreis nicht alles an einer Person hängen“, sagte Plum. Und Stamm fügte hinzu: „Die Lasten müssen auf verschiedene Schultern verteilt werden.“

Trotz des unerwarteten Rücktritts per Mail loben Stamm und Plum Strübigs Arbeit: „Ohne ihn würde es viele Veranstaltungen nicht geben.“

Wenn es nun um die künftige Ausrichtung des Aktionskreises geht, wird sicherlich das Stadtmarketing eine große Rolle spielen. Da wollen Plum und Stamm eine enge Verzahnung von Aktionskreis und Stadtmarketing.

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