Rudelgucken auf dem Marktplatz: DFB-Fans sind Glückseligkeit nah

Von: Georg Schmitz
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Ausgelassen: Nach jedem der zw
Ausgelassen: Nach jedem der zwei Tore gegen die Niederlande sprang die jubelnde Menge von ihren Sitzen und spendete Beifall. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Jubel auf der ganzen Linie, nach jedem Tor der deutschen Kicker waren die Freudenschreie nicht zu überhören und die schwarz-rot-goldenen Fahnen nicht zu übersehen. Die Menschen auf dem Marktplatz schwelgten beim 2. Public-Viewing-Event in Glückseligkeit.

Besonders groß war die Freude, dass die Löw-Elf über den Nachbarn Holland gewann. Das wurde durch zahlreiche Kommentare im Anschluss an das Spiel lautstark dokumentiert. „Orange trägt nur die Müllabfuhr”, lautete einer der unüberhörbaren „Schlachtrufe”. Zweimal durften die rund 500 Fußballbegeisterten vor dem Rathaus die Arme hochreißen, einmal schlugen sie die Hände über den Kopf zusammen. Doch nach dem Holland-Tor blieben die Fans genauso cool wie die Außentemperaturen und warteten auf den Abpfiff.

Als der ertönt war, stürmte die Menge in friedlicher Absicht sofort auf die Straße. Die ausgelassene Stimmung geriet auch nach dem erkämpften Sieg nicht aus dem Ruder. Die Polizei hatte wie schon beim ersten Deutschland-Spiel ein wachsames Auge auf das „grölende Volk”, brauchte jedoch zu keiner Zeit ernsthaft einzuschreiten.

„Wilde Tanzeinlagen”, Lobgesänge und der zwischenzeitlich gewohnte Autocorso mit unüberhörbarem Hupkonzert machten in der Nacht auch jedem „Anti-Fußballer” klar, dass „Schland” gewonnen haben musste. Nach einer Stunde war der Spuk wieder vorbei und Geilenkirchen kehrte zum „normalen” Alltag zurück. Bis zum kommenden Sonntag, wenn die Deutsche Nationalmannschaft gegen Dänemark antreten muss.

Aufblasbarer Würfel

Der Aircube, den die Stadt Geilenkirchen kurz vor der Weltmeisterschaft 2010 dank einiger Sponsoren anschaffen konnte, hat sich einmal mehr bewährt. „Den Cube haben wir in einer Rekordzeit von 35 Minuten aufgebaut”, freut sich Marktmeister Detlef Kerseboom, der an diesem Tag von städtischer Seite die Aufsicht übernommen hat. Der Abbau dauere immer etwas länger, weil aus dem Gummiwürfel die Luft raus gelassen werden müsse.

Natürlich kommt bei einem derartigen Event die Geselligkeit nicht zu kurz, denn gerade wegen des kollektiven Feierns zieht es manche Menschen auf den Marktplatz. „Alleine zu Hause macht das Fußballspiel nur halb soviel Spaß, aber hier geht die Post ab”, nennt Norbert den Grund, warum er sich ins Getümmel gewagt hat. „Die Deutschen waren ganz klar überlegen”, behauptet er.

Um sich dann von seinem Nachbarn italienischer Nationalität belehren zu lassen: „Die deutsche Mannschaft hatte Glück, die Holländer hatten mehr Torchancen.” Die Biergartenatmosphäre bei Willi Jabusch tat ein Übriges, um Jung und Alt bei Laune zu halten.
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