Rockfabrik: „Cunning Stunts“ präsentieren Metallica-Hits

Von: rei
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Sascha Gerhards (rechts) genoss den Auftritt in der Rockfabrik. Zusammen mit seiner Band, den „Cunning Stunts“, präsentierte er die beliebtesten Hits von Metallica. Foto: rei

Übach-Palenberg. Der Name „Sascha“ fiel immer wieder in der Rockfabrik in Übach-Palenberg, als am vergangenen Samstag Musik von „Metallica“ angesagt war. Allen voran ging es natürlich um Sascha Gerhards auf der Bühne. Er ist ein gebürtiger „Übach-Palenberger Jung“, USA-Auswanderer und dort Professor für Kulturwissenschaften und deutsche Sprache an der Miami University.

Aber in der vorlesungsfreien Zeit zieht es ihn jedes Jahr in die alte Heimat und auf die Bühne. Dann versammelt er um sich Nicolao dos Santos (Sologitarre), Lars Kaufmann (Bass) und Matthias Bielecke (Drums), schnappt sich die Gitarre und das Mikro und lässt den Schwermetaller raus.

Als „Cunning Stunts“, die sich selbstironisch als „schönste Metallica-Tribute Band Kölns“ bezeichnen, geben die vier Profimusiker, die ansonsten in anderen musikalischen Projekten gebundenen sind, dann die volle Breitseite aller Hits der Trash-Metal Ikonen aus San Francisco zum Besten.

Das verschlug sie auch in den vergangenen Jahren immer wieder in die Rockfabrik. Im Januar 2016 noch spielten sie im Rahmen der „The Call of Ktulu“ genannten Tour noch zwei komplette Alben aus den Achtzigern durch. Diesmal hieß das Motto „Misery loves Company“, eine klare Hommage an das sogenannte schwarze, selbstbetitelte Metallica Album aus den Neunzigern, das mit „Enter Sandman“ und „Nothing else matters“ die wohl größten Hits der Band enthält.

Fans zeigen „Pommesgabeln“

Das Konzert führte quer durch die Jahrzehnte, ja es waren sogar flammneue Songs des erst im November 2016 veröffentlichten Albums „Hardwired…to self destruct“ dabei, namentlich der gleichlautende Titelsong und das tatsächlich der 2011 verstorbenen Amy Winehouse gewidmete „Moth to a flame“. Damit war für jeden der zahlreich erschienenen Metallica-Anhänger zweifellos etwas dabei, und Band und Musik wurden auch entsprechend mit Luftgitarren, Headbangen oder „Pommesgabeln“ (Rockergruß mit abgespreiztem kleinem Finger und Zeigefinger) gefeiert.

Aber es waren eben auch einige echte Hardcorefans anwesend. Und die konnte die zugegebenermaßen unter ihrem üblichen Niveau liegende Leistung der Band nicht wirklich vom Hocker reißen. Hier kommt der nächste Sascha , dieser aus Erkelenz, ins Spiel. Der hatte „Cunning Stunts“ zum ersten Mal gehört. „James Hetfield hat gesanglich die Messlatte schon nicht allzu hoch angesetzt, da bin ich erstaunt, dass man das tatsächlich noch so falsch singen kann“, zeigte er sich enttäuscht, blieb aber beim Gesamturteil der Umstehenden, dass es „etwas uninspiriert aber okay“ gewesen sei.

Weniger gnädig war da ein dritter Sascha, der neben dem Gesang auch Nicolao dos Santos Gitarrenspiel als „gefühllos“ monierte. „Klar konnte der tierisch schreddern, aber wenn mal Groove gefragt war, war da nicht viel übrig“, fand der aktive Rockgitarrist aus Baesweiler. „Die langsamen Stellen hat er oft tierisch verkackt“.

Harte Worte und sicherlich auch Beschwerde auf sehr hohem Niveau, aber auch nicht von der Hand zu weisen. Sascha Gerhards betonte des Öfteren, dass die Tour problematisch gestartet sei. So litt Drummer Matthias Bielecke etwa an einer Sehnenscheidenentzündung und konnte nur unter Medikamenten spielen. Dem gewohnt hohen Unterhaltungswert der Tributeshow schadete all das in keiner Weise.

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