Rock und Pop bei der zweiten „Worship-Night“

Von: Christina Kolodzey
Letzte Aktualisierung:
5362345.jpg
Das Publikum ließ sich mitreißen vom Auftritt und von der Vielfalt der Mönchengladbacher Band „Sunrise“ (Bild) in der Kreuzkirche. Da auch zum Mitsingen aufgefordert war, wurden die Liedtexte an die Wand des Kirchenschiffs projiziert. Foto: Christina Kolodzey

Übach-Palenberg. Groß und Klein, Jung und Alt warteten aufgeregt auf die Musikgruppe aus Mönchengladbach, die genau vor einem Jahr hier ihr erstes Konzert gegeben hatte – in dem 60 Jahre alten Boschelner Gotteshaus. „Wor­ship“, etwa mit Gottesdienst/Verehrung/Huldigung zu übersetzen, lautete das Motto des heutigen Abends.

Jedermann war eingeladen, bei moderner christlicher Musik zu feiern, und die Resonanz war groß: Über hundert Besucher aus nah und fern, unter ihnen auch Gäste aus Maastricht und von der Nato-Airbase in Geilenkirchen, hatten sich eingefunden, was Carmen Jürgens und Ralf Scherrers als Organisatoren dieses Events besonders freute.

Die 1995 gegründete und mit über 200 Live-Auftritten sehr erfahrene Band „Sunrise“, bestehend aus Sängerin und Saxophonistin Verena Hauser, Leadsänger Michael Hauser, Keyboarder, Gitarrist und Background-Sänger Friedrich Stahl, Gitarrist Klaus Peters, Schlagzeuger Christian Voelz und Bassgitarrist Lothar Drechsel, war mit zwei routinierten Technikern angereist: Max Zurkaulen und Johannes Kuhle ließen technischen Pannen keine Chance und sorgten so für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Im weiträumigen Hauptraum der Kirche bauten die Bandmitglieder ihre Instrumente auf, und es gab, wie bei Pop-Konzerten üblich, Stehplätze direkt vor den Musikern, während Sitzplätze im hinteren Bereich sowie auf der Empore zu finden waren.

Kurz nach 19 Uhr hieß es „Licht aus, Spot an“ für die Künstler. Sie leiteten den Abend mit dem englischen Song „In the Secret“ ein, einer ruhigen, verträumten Melodie, und zogen sofort das Publikum in ihren Bann. Der Pastor der Gemeinde, Roland Böhme, hieß Band und Besucher herzlich willkommen und wies darauf hin, dass alle zum Mitsingen eingeladen seien, da die Texte an die Wand projiziert würden und man auch mitklatschen dürfe.

Satter Bass war im nächsten Lied „Everlasting God“ zu hören, und die Zuhörer begannen mitzuklatschen und mitzusingen. Weiter ging es mit „Holy is the Lord“, „Lord of all Creation“, „It is You“, „Du bist Schöpfer“, „Hosanna“ und „Here I am to Worship“. Viele Lieder beschrieben, wie Gott positiv auf die Menschen einwirkt.

Die Stimmung war locker und befreit, die Lieder wurden gesanglich sehr ausdrucksvoll und mit großer Leidenschaft vorgetragen, hervorragend begleitet von den Instrumentalisten, die auch mit Solo-Einlagen glänzten. Vor dem Anstimmen von „God of the City“ zitierte Michael Hauser aus der Apostelgeschichte, dass Gott in jeder Stadt sei, und gleichzeitig wurden Bilder von anonymen Häusermeeren an der Wand dargestellt. „Vater im Himmel“ und „Heilig, Heilig“, sehr einfühlsam und überzeugend dargeboten, riefen eine fast meditative Atmosphäre hervor, in der das Publikum gelöst mitsang und sich das „Swingen“ von selbst ergab.

Pastor Böhme hob in Anschluss anlässlich einer kurzen Predigt hervor: „Unser Leben bekommt durch den Glauben viel Kraft.“

„Freude“, als nächstes Musikstück, griff dieses Thema auf, es „groovte“, und die Zuschauer wippten fröhlich und ausgelassen im Takt. Die Songs „Privileg“, „Zwischen Himmel und Erde“, „Our God“, „Jahwe“, „Herr, öffne mir die Augen“, „Holy, Holy, Holy“ und „Yes Lord“ rissen alle vollends mit: Flammen von Feuerzeugen züngelten, Arme schwenkten rhythmisch durch die Luft, aus voller Kehle wurde mitgesungen. Nach den Zugaben „Happy Day“ und „Abendlied“ war lang anhaltender Applaus mit Jubel- und Begeisterungsrufen der wohlverdiente Lohn für das gut zwei Stunden dauernde Konzert der erstklassigen Musiker.

„Das hat uns super gefallen“, lautete das Fazit des Abends der meisten Gäste, so auch der zehnjährigen Antonia Krolikowski und ihres Vaters Ralf (44). Anneliese Neubert (82) hingegen freute sich, dass sie die deutschen Lieder gut mitsingen konnte, während Christel Dohmen (66) die englischen bevorzugte.

Dorothe Brall (23), selbst Mitglied einer Band, fand die Atmosphäre toll, und Daniel Verchau (13), Ruben (11) sowie Jona (7) Plum schwärmten von dem aufregenden Ereignis.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert