„Ritter Malte” hilft bei der Stabilen Seitenlage

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Die Vorschulkinder der Kindertagesstätte St. Urbanus im Gangelter Ortsteil Birgden hatten viel Spaß am zweitägigen „Abenteuer Helfen” des Malteser Hilfsdienstes Geilenkirchen. Foto: Markus Bienwald

Gangelt-Birgden. Heute ist so ein schöner Tag. Ab nach draußen, nichts wie ins Grüne und in den Garten, zum Spielen. Doch der Ast ist etwas rutschig und schon liegt das eben noch so fröhliche Kind regungslos auf dem Rasen.

Für alle Beteiligten ist dies wohl eine Schocksituation, die schnelles Eingreifen und Kenntnisse in Erster Hilfe erfordert. Und falls ein Erwachsener gerade mal nicht in der Nähe ist, können auch Kinder zu Helfern in höchster Not werden.

Theorie und Praxis

Wie das geht, zeigten Tanja Weiler und Heinz Laufens vom Malteser Hilfsdienst in Geilenkirchen nun den Kindern im Kindergarten St. Urbanus Birgden. Malerisch im Ortskern „Am Großen Pley” gelegen, gibt es auch im Umfeld der Kindertagesstätte viel Grün und auch Bäume.

Doch bevor es daran ging, die Stabile Seitenlage zu üben, hatte Tanja Weiler für die Vorschulkinder, die an diesem „Abenteuer Helfen” überschriebenen Programm teilnahmen, noch ein wenig Theorie im Gepäck. Natürlich war das nicht so trocken wie im Schulunterricht. Stattdessen nahm „Ritter Malte”, eine eigens für die Kampagne des Malteser Hilfsdienstes entworfene Figur, die Kinder mit auf die Reise ins „Abenteuer Helfen”. Ziel war es, die Knirpse spielerisch an die Ersthilfe heranzuführen.

Dazu wurden die rettenden „Fünf W” geübt, die für die Kinder bei Meldung eines Notfalls sehr wichtig sein können. Aber auch Praktisches stand auf dem spannenden Lehrplan. So mussten sie in kleinen Gruppen zeigen, dass sie die von Tanja Weiler gezeigte Stabile Seitenlage wirklich beherrschen. Und nach dem dritten Durchgang ging das auch recht fix und sicher.

Vorsichtig bewegen

Auch wenn manche Kinder als „Opfer” noch schön lächelten, mit ihren Kameraden sprachen oder schön durch entsprechende Körperbewegungen mithalfen. Doch im Grunde hatte es jedes Kind kapiert, wie schnell und einfach die Erste Hilfe sein kann. Dass dabei die Brille ausgezogen werden muss, lange Haare hinter den Kopf gehören oder die „Opfer” vorsichtig und langsam bewegt werden müssen, wussten sie fast von alleine.

Mit Blaulicht

Doch auch der nächste Schritt, wenn die Hilfe mit Blaulicht und Tatü-Tata dann eingetroffen ist, war Thema. Dazu hatte Heinz Laufens eigens den „kleinen” Rettungswagen mitgebracht. Hier war Probeliegen angesagt, Laufens beantwortete geduldig alle Fragen, zeigte, was Rettungssanitäter im Notfall alles brauchen und nahm so den Kindern die Angst vor dem Notfall.

Bastelbögen

Natürlich gab es am Ende noch eine Urkunde und viel Material wie Bastelbögen, mit dem die Kinder zuhause schön weiterüben konnten. Denn gerade in der Freizeit, wenn vielleicht mal nicht Mutter oder Vater in der Nähe sind, kann das Gelernte lebenswichtig sein.
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