Geilenkirchen - Reuven Moskovitz im Gespräch: „Frieden muss doch möglich sein“

Reuven Moskovitz im Gespräch: „Frieden muss doch möglich sein“

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Geilenkirchen. Am 7. Mai kommt der inzwischen 86-jährige Reuven Moskovitz zum wiederholten Mal nach Geilenkirchen.

Um 19.30 Uhr findet im Gemeindezentrum der Evangelischen Kirchengemeinde an der Konrad-Adenauer-Straße 83 eine Dialogveranstaltung zu dem Thema „Frieden muss doch möglich sein“ statt: Reuven Moskovitz wird dann im Gespräch mit Naomi Naor aus Düren sein. Jedermann ist herzlich eingeladen.

Am Freitag, 8. Mai, werden um 9.45 Uhr in Geilenkirchen zudem weitere „Stolpersteine“ vor Häusern verlegt, wo Bürgerinnen und Bürger jüdischen Glaubens gewohnt haben. Reuven Moskovitz sowie Schülerinnen und Schüler der Oberstufen des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula, der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule und des Berufskollegs Geilenkirchen werden diese Aktion in Anwesenheit des Künstlers mitgestalten. Anschließend wird der israelische Friedensaktivist ein Gespräch mit Oberstufenschülerinnen und –schülern zum Thema „ Und Frieden muss doch möglich sein – gibt es eine Hoffnung?“ führen.

Den Holocaust überlebt

Reuven Moskovitz wurde am 27. Oktober 1928 im Norden Rumäniens geboren. Er überlebte den Holocaust trotz Verfolgung und Vertreibung und verhalf nach dem Krieg anderen Juden zur Flucht nach Palästina. 1947 wanderte er nach Palästina aus, wo er zum Mitbegründer des Kibbuz Misgav-Am an der libanesischen Grenze wurde. Nach dem Studium war er lange Zeit als Geschichtslehrer tätig.

Er engagierte sich in der israelischen Friedensbewegung. Er wurde nach dem Sechstagekrieg 1967 Sekretär der neu entstandenen Bewegung für Frieden und Sicherheit, die sich gegen die Annexion der besetzten Gebiete und für eine sofortige Lösung des Flüchtlingsproblems, die gegenseitige Anerkennung Israels und der arabischen Staaten sowie das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung einsetzte.

Als Mitbegründer Neve Shaloms/Wahat Salam – eine Siedlung in der seit 1976 israelische Juden und Palästinenser zusammenleben – und als Organisator von Studienreisen durch Israel bemüht er sich nicht nur seit vielen Jahren um die jüdisch-palästinensische Aussöhnung, sondern auch um die deutsch-israelische Versöhnung. Er ist Preisträger des internationalen Aachener Friedenspreises 2003.

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