Übach-Palenberg - Rettungswache in Containern hat bald ein Ende

Rettungswache in Containern hat bald ein Ende

Von: Markus Bienwald
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Die Container-Lösung für die Rettungswache in Übach-Palenberg am Wasserturm ist bald Geschichte. Der Standort wird verlegt, die alte Anlage abgerissen. Foto: Bienwald

Übach-Palenberg. Der Zuspruch für den neuen Einkaufspark Magnus ist sicherlich genau das, was sich Planer und Investor versprochen haben. Doch für die Außenstelle der Rettungswache des Kreises Heinsberg, die in einem kleinen Eckchen zwischen Carolus-Magnus-Centrum (CMC) und der Parkplatz-Zufahrt zum Einkaufszentrum liegt, wird dieser Zuspruch auch zum logistischen Problem.

„Am alten Standort ist das Ausrücken nicht so günstig“, sagt Ralf Rademacher, Geschäftsführer der Rettungsdienste im Kreis Heinsberg gGmbH.

Vor dem Bau des Zentrums war das kein Problem, durch die Straße „Am Wasserturm“ und den Kreisverkehr war für schnellen Anschluss an Carlstraße und Friedrich-Ebert-Straße gesorgt. Um diese Probleme und auch die baulichen Nachteile der in Containern untergebrachten Außenstelle der Rettungswache in Geilenkirchen aufzuwiegen, wird nun neu gebaut. Und das ganz in der Nähe, denn auf Höhe der Bushaltestelle am Fuß der Bergehalde reckt sich seit kurzem ein Rohbaukörper in die Höhe.

Der wird von einem privaten Investor aus Wassenberg erstellt, der später das fertige Gebäude an die Rettungsdienste vermietet. „Wir haben mit dieser Zusammenarbeit in Wassenberg schon sehr gute Erfahrungen gesammelt“, so Rademacher weiter. Bei der Inbetriebnahme, die nach jetzigem Stand der Arbeiten voraussichtlich im November stattfinden wird, wird dann Platz für einen voll ausgestatteten Rettungswagen samt der für den 24-Stunden-Betrieb vorgesehenen Besatzung von einem Rettungsassistenten und einem Rettungssanitäter sein.

Zum Kostenrahmen wollte Rademacher keine Angaben machen, der Mietzins bewege sich aber im „üblichen Rahmen“. Mit dem Neubau konnten die Planer und auch die Stadt Übach-Palenberg übrigens gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Denn auch die Firma Saurer Schlafhorst als Anlieger, mit einer kleinen Stichstraße schon lange am hinteren Teil ihres weitläufigen Firmengeländes an die Straße „Am Wasserturm“ angebunden, will erweitern.

Im Zusammenhang mit der Verlegung des Hauptsitzes nach Übach-Palenberg wird am Standort erweitert, sodass der bislang für die Rettungswache am Wasserturm genutzte Raum zusätzlich genutzt werden kann.

Da die Rettungswache voraussichtlich am 21. Mai umgezogen sein wird, die alte Containeranlage abgerissen wird, aber bis dahin noch keine fertigen neuen Räume zur Verfügung stehen, schlüpfen die Helfer bei ihren Blaulicht-Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr in Übach unter. So können sie auch bis zur Indienststellung des Neubaus ihre Einsätze von Übach aus fahren. 2013 kamen beispielsweise 1976 Einsätze zusammen, die alleine in den Zuständigkeitsbereich dieser Wache fielen. Künftig wird aber auch noch eine Besserung der verkehrlichen Situation in Notfällen kommen.

Denn wie von der Stadtverwaltung Übach-Palenberg zu hören ist, wird eine zusätzliche Ampelanlage auf der Friedrich-Ebert-Straße in der Nähe des Kreisverkehrs am Wasserturm eingerichtet, um im Notfall dem Rettungswagen die Vorfahrt zu sichern.

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