Reste des Westwalls werden zu Bodendenkmälern

Von: mh
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Einst als militärisches Hindernis im Zuge des Westwalls gebaut, bietet der Panzergraben bei Burg Trips heute einen geradezu idyllischen Anblick. Foto: M. Hahn

Geilenkirchen. Zwei weitere Bodendenkmäler werden in die Denkmalliste der Stadt Geilenkirchen eingetragen: Ein ehemaliges Panzerhindernis bei Gut Hommerschen und der Panzergraben bei Burg Trips – den Geilenkirchenern als „Tankfalle“ bekannt.

Einstimmig folgte der Umwelt- und Bauausschuss am Dienstagabend den entsprechenden Anträgen des Amtes für Denkmalpflege (Landschaftsverband Rheinland). Der Stadt, so die Verwaltung auf Nachfrage, entstehen dadurch keine Kosten, künftige Bodeneingriffe in den Schutzbereichen müssen von der unteren Denkmalbehörde genehmigt werden.

In beiden Fällen handelt es sich um Reste des Westwalls, den Hitlerdeutschland in der Vorbereitung des Zweiten Weltkrieges bauen ließ. Das Panzerhindernis bei Hommerschen besteht aus zwei parallel zueinander verlaufenden Betonfundamenten, die sich über drei Grundstücke zwischen der Wurm und der Bahnlinie erstrecken. Das Hindernis ist zum Teil unter einer Erdabdeckung verschwunden und verläuft über Ödland und landwirtschaftliche Flächen.

Das zweite Bodendenkmal, der Panzergraben zwischen Burg Trips, der Wurm und dem Tripser Weg ist dagegen in einem guten Zustand und ein beliebter Anblick bei vielen Spaziergängern. Der etwa 170 mal 30 Meter große Teich oder Graben ist von hohen Pappeln eingefasst und wird heute auch von Anglern genutzt.

Hinweisschild zur Historie

Die große Zahl der Spaziergänger, welche die Wege um Burg Trips nutzen, brachte Grünen-Sprecher Hans-Jürgen Benden zu dem Antrag, an dieser Stelle ein Hinweisschild mit Angaben zum historischen Hintergrund des Grabens anbringen zu lassen. Zwar wies Ausschussvorsitzender Hans-Josef Paulus darauf hin, dass die Stadt nicht Eigentümerin des Gebietes ist, doch folgte der Ausschuss einstimmig dem Vorschlag mit der Vorgabe, dass die Stadt mit dem Eigentümer sprechen soll.

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