Restaurierte Pieta wieder enthüllt

Von: Markus Bienwald
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Die Kunsthistorikerin Dr. Dagmar Preising (l.) führte in Geschichte, Idee und Umsetzung der von Prof. Benno Werth geschaffenen und nun frisch restaurierten Pieta am Palenberger Friedhof ein. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Auch, wenn es das erste Mal war, dass die Kunsthistorikerin Dr. Dagmar Preising die von Benno Werth geschaffene Pieta am Palenberger Friedhof im Original sah, so war es doch für viele Menschen ein Wiedersehen mit einem bekannten Stück Kunst in der Stadt.

Denn das steinerne Vesperbild mit der Darstellung Marias als Mater Dolorosa (Schmerzensmutter) und dem Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus war eine der ersten Arbeiten Werths in der Stadt Übach-Palenberg. 1957 schuf er das Werk aus Muschelkalk, einem relativ weichen Material, dass im Laufe der Jahre eine Restaurierung nötig hatte.

Dank der finanziellen Unterstützung durch die Kreissparkasse Heinsberg und das Unternehmen West Energie und Verkehr, konnte das Bildnis nun aber beim Herzogenrather Bildhauer Cornel Bücken restauriert und nun wieder an Ort und Stelle verbracht werden.

„Es ist eine klassische Arbeit, ein figuratives Relief, das zwei stehende Figuren vereint“, sagte Dr. Preising vor einer rund 50-köpfigen Gästeschar. Das Bildnis sei auch ein Abbild der sakralen Kultur der 1950er Jahre, so Preising weiter, die sehr abstrakt eine stehende Frauenfigur und eine liegende Männerfigur zeige. Dass das Ergebnis der Restauration überzeugte, dafür stand auch das Urteil von Prof. Dr. Gisela Engeln-Müllges, der Lebensgefährtin des Anfang des Jahres verstorbenen Prof. Benno Werth. „Benno hätte sich wahnsinnig gefreut“, sagte sie über das von frisch geharkten Steinkieseln umrandete Werk. Und dank der überzeugenden Arbeit von Cornel Bücken habe die Pieta „vorläufig eine Weile Ruhe“, betonte sie.

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (CDU) freute sich über das Resultat, dass ohne die Unterstützung von Sponsoren nicht möglich gewesen wäre. „Ich bin mir sicher, dass er heute unter uns ist, und es ihn mit Stolz erfüllt, dass so viele Freunde und Bekannte der Einladung gefolgt sind“, sagte Jungnitsch. Schließlich sei es auch eine Ehrerbietung an die Arbeit eines großartigen Künstlers, der nicht nur in Übach-Palenberg einen Teil seines Lebens und Schaffens verbrachte, sondern auch eine Ehrerbietung an Benno Werth als Kulturpreisträger der Stadt, befand der Erste Bürger abschließend.

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