Geilenkirchen - Resolution beantragt: Tihange soll abgeschaltet werden

Resolution beantragt: Tihange soll abgeschaltet werden

Von: jpm
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Macht vielen Menschen Angst: Das Kernkraftwerk im belgischen Tihange. Foto: stock/Xinhua

Geilenkirchen. Auch Geilenkirchen soll zu den Städten zählen, die sich gegen das Kernkraftwerk Tihange einsetzen. Dieses Ziel verfolgen SPD und Bürgerliste mit einer Resolution, die der Stadtrat in seiner Sitzung am Mittwoch, 2. September, beschließen soll.

„Der Rat der Stadt Geilenkirchen fordert die nordrhein-westfälische Landesregierung und die Bundesregierung auf, sich für eine unverzügliche und dauerhafte Abschaltung des Kernkraftwerks Tihange einzusetzen“, lautet der erste von vier Punkten, die in dem Beschlussvorschlag genannt werden. Ferner solle mit Belgien ein „bilaterales Abkommen“ vereinbart werden, um sich auf den nuklearen Ernstfall vorzubereiten, ein euregionales Katastrophenschutzkonzept erarbeitet werden. Der vierte Punkt sieht einen Appell an die belgische Regierung vor, die Betriebsgenehmigung für Tihange aufzuheben. „Einen konkreten Katastrophenschutzplan gibt es nicht.“

Das 80 Kilometer vom Geilenkirchener Stadtgebiet entfernte Kernkraftwerk beunruhigt schon seit langem nicht nur ausgewiesene Atomkraftgegner. Grund sind mehrere bekanntgewordene Störfälle sowie tausende kleiner Risse, die einen der Reaktorblöcke durchziehen. Tihange ist längst kein euregionales Thema mehr, auch auf bundespolitischer Ebene mehrt sich Kritik. Außerdem schnitt die Anlage in einem EU-Stresstest schlecht ab. Dennoch hat die belgische Regierung die Laufzeit des Reaktors um zehn Jahre verlängert.

Dies ruft auch die Stadträte unserer Region auf den Plan. In Aachen wurde bereits im Mai eine Resolution verabschiedet, die der nun für Geilenkirchen beantragten ähnelt, Übach-Palenberg folgte im Juni.

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