Reservierung für süßes Rezept mit Sirup

Von: Georg Schmitz
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Französisch-Lehrerin Sarka No
Französisch-Lehrerin Sarka Nowak freut sich über das erfolgreiche Fremdsprachen-Praktikum der St.-Ursula-Schülerinnen Nora Achmoui und Maike Breuer (v.l.) Die beiden 16-Jährigen arbeiteten in Lüttich im Hotelfach. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Um einige Erfahrungen reicher sind Maike Breuer und Nora Achmoui wieder zurück im Bischöflichen Gymnasium St. Ursula und sehen den bald beginnenden Schulferien entgegen. Die beiden 16-jährigen Schülerinnen haben anlässlich des von der Europäischen Kommission geförderten Lingua-Clusters am ersten Fremdsprachen-Praktikum der Schule teilgenommen.

Zwei Wochen lang schoben sie ihre deutsche Muttersprache beiseite und ließen sich im belgischen Lüttich durch den französischen Akzent herausfordern. Französisch-Lehrerin Sarka Nowak hatte das EU-Projekt Sprachförderung entdeckt. Sie war es auch, die ihre beiden sprachbegabten Mädels für das Schülerpraktikum vorschlug.

In den Leistungskurs

„Das ist ein Bonbon für besonders fleißige und zuverlässige Schüler”, betont Sarka Nowak. Nora Achmoui aus dem Selfkant und Maike Breuer aus Übach-Palenberg besuchen die 10. Klasse und lernen seit vier Jahren Französisch. Die beiden sind ab dem kommenden Schuljahr am Französisch-Leistungskurs angemeldet und zählen zudem zu den ersten „G8ern”, die nach zwölf Jahren ihr Abitur absolvieren.

Maike und Nora übernachteten während ihres Praktikums in einer Jugendherberge, aber ihr Praktikumsbereich umfasste das Hotel-Gewerbe. Nora versah im Hotel Campanile außerhalb des Lütticher Stadtkerns ihren Dienst, während Maike in einem Beherbergungsbetrieb der gehobenen Klasse, dem Hotel Jala mitten im Zentrum, ihrer Tätigkeit nachging.

„Unsere Hauptbeschäftigung war das Shoppen”, schmunzelt Nora Achmoui. Aber, Scherz beiseite, die Gymnasiastinnen lernten einen Arbeitsalltag in zwei Dienstschichten kennen. „Nora weiß jetzt wie man putzt”, frozzelt ihre Freundin Maike lächelnd. Natürlich hat die junge Dame aus dem Selfkant auch den normalen Alltag im Hotel mitbekommen und genau wie Maike Gästereservierungen per Telefon oder übers Internet bedient.

„Die Menschen waren alle sehr freundlich und entgegenkommend”, erzählt Maike Breuer. Wenn sie Gäste manchmal aufgrund zu schnellen Sprechens nicht direkt verstand, hätten sie gerne den Satz wiederholt und langsamer vorgetragen. Ab und zu sei jedoch auch eine multilinguale Konversation zustande gekommen, Französisch ergänzt durch die Weltsprache Englisch.

Ein paar Missgeschicke habe es leider auch gegeben, aber das könne nun mal passieren. So hatte Nora ein Arrangement nach einem nicht mehr gültigen Preis berechnet. Und Maike setzte einen Kopierer außer Betrieb, über den sie stolperte, als dieser im Weg stand.

Ersatz für Schwarzbrot

In ihrer Freizeit erkundeten Maike und Nora gemeinsam die Stadt an der Maas und stöberten in vielen Geschäften. „Wir haben eine andere Kultur kennengelernt, auch was das Essen betrifft.” Gefehlt habe ihnen eigentlich nur das echte deutsches Schwarzbrot, dafür aber gab es feines Toastbrot mit Lütticher Sirup.

Dieser Sirup hat es dem Duo derart angetan, dass sie ihn nun fortan auch zu Hause verkosten. Nora Achmoui hat in diesem Zusammenhang eine außergewöhnliche Kreation entwickelt: „Ein Toastbrot mit Käse und Sirup - und Ei obendrauf.”
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