Requisite vom Ortsschild bis zu den Wimpeln im Griff

Von: g.s.
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Das Portalschild sagt „Willkommen zum Schützenfest”, der Maibaum ist gesetzt, ein Nostalgie-Kettenkarussell hat seinen Platz gefunden. Aber es ist Oktober und der Aufbau auf dem Marktplatz nur eine Wochenendkulisse für den Film „Offroad”, arrangiert unter anderen von Wolfgang Jansen (l.) und Detlef Kerseboom. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Am Samstag und Sonntag werden die Dreharbeiten für den Kinofilm „Offroad” das Geschehen in der Geilenkirchener Innenstadt prägen. Es wird damit gerechnet, dass sich viele Menschen von den letzten hier geplanten Einstellungen anlocken lassen.

Seit Wochen sind auch einige Mitarbeiter der Stadt in die Vorbereitungen eingebunden. Die Produktionsgesellschaft hatte sich bereits vor zwei Monaten mit der Verwaltung in Verbindung gesetzt und Gespräche geführt. Das Team um Kulturamtsleiter Gort Houben, Bauhofleiter Wolfgang Jansen und Marktmeister Detlef Kerseboom ist für den reibungslosen Ablauf zuständig und steht den Filmleuten beratend zur Seite.

„Im Vorfeld mussten die Absperrmaßnahmen mit den Straßenverkehrsbehörden und Ordnungsämtern abgeklärt und Genehmigungen eingeholt werden”, blickt Detlef Kerseboom zurück. Vor einigen Tagen avancierte der Marktmeister noch kurzfristig zum „Schauspieler”, denn Regisseur Elmar Fischer hatte angefragt, ob er nicht die Rolle des Moderators beim Vogelschuss auf dem Markt - am heutigen Samstag - übernehmen könnte. Der Marktchef schien dank seiner jahrelangen Erfahrung als Schauspieler bei der Theatergruppe Beeck prädestiniert für diese Rolle. Und er sagte Ja zum Angebot.

Das städtische Vorbereitungstrio organisierte in den zurück liegenden Wochen etliche lokale Termine und zahlreiche Ortsbesichtigungen mit Experten der Produktionsgesellschaft. Udo Reinschke war der erste Requisiteur, der Geilenkirchener Boden betrat. Seitdem ist der Berliner pausenlos in der Stadt unterwegs und regelt zahlreiche Dinge, die immer wieder anfallen.

Frühe Reservierung

So war er schon vor sechs Wochen bei der Teverener St. Antonius Bruderschaft und reservierte deren Schießstand. Von Schützenseiten koordiniert Johann M. Graf das Geschehen. „Ich stehe in ständigem Kontakt zu Regie und Requisite”, erzählt er, der von seinen Schützenbrüdern Hans Franzen, Alfred Hahnen und Hans Vogel unterstützt wird.

Am gestrigen Freitag bauten die Schützen den Schießstand aus Teveren im Original auf dem Marktplatz in Geilenkirchen auf. Das hat es noch nicht gegeben. Nebenbei installierten Wolfgang Jansen und seine Mitarbeiter - mitten im Oktober - einen Maibaum, der die Jahreszeit für den Film dokumentiert. Ein halbes Dutzend Bauhofmitarbeiter war am Freitag wegen der Vorbereitungen für die Dreharbeiten auf dem Marktplatz im Einsatz. Für sie galt es, eine kilometer lange Leine mit Wimpeln in der City zu verteilen, denn die Stadt soll heute, zum Drehtag, in einem „Meer von Fahnen und Flaggen” strahlen. Auch das kleine Kettenkarussell der Familie Bongartz aus Jülich spielt eine Rolle bei der Filmproduktion „Offroad”. Am Freitag wurde es aufgebaut und soll sich während der Dreharbeiten im Kreise drehen.

An Schildern geschraubt

Während Wolfgang Jansen das einen Tag zuvor in Nirm für den Film installierte Ortseingangsschild wieder abmontierte, änderten seine Leute auf dem Parkplatz zwischen Sparkasse und Kreisverkehr die Einbahnstraßenbeschilderung ebenfalls kurzfristig für den Dreh. „Der Personalaufwand wird der Stadt vergütet”, beruhigt Detlef Kerseboom.

Am morgigen Sonntag werden die Darsteller zum letzten Mal am Set in Geilenkirchen ihre Rolle spielen. Am Montag ist Abreisetag für die Filmmannschaft für weitere Dreharbeiten. Zunächst geht es nach Berlin, später nach Marokko. Dann ganz ohne Schützen.
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