Renaturierung der Wurm bringt nicht nur Erfreuliches

Von: mh
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Oberhalb von Zweibrüggen mäandert die Wurm wieder wie in früherer Zeit. Einen Blick auf den neuen Flusslauf warfen auch (v.r.) Uwe Delahaye vom Tiefbauamt, Ausschussvorsitzender Peter Fröschen und Achim Engels vom Amt für Stadtentwicklung. Foto: M. Hahn

Übach-Palenberg. Am Rand des Ortsteils Zweibrüggen haben sich Angehörige des Übach-Palenberger Stadtentwicklungsausschusses unter Leitung von Josef Fröschen getroffen, um sich über die nun abgeschlossene Renaturierungsmaßnahme in diesem Umfeld zu informieren.

Der Fluss mäandert auf diesem Teilstück wieder – heißt, er hat kein künstlich angelegtes Bett – und besitzt ausreichend Fläche, um sich bei Hochwasser auszudehnen.

Einen kurzen Rückblick auf die Rückbaumaßnahme gab Uwe Delahaye vom Tiefbauamt der Stadt. Demnach wurde die Maßnahme bereits vor einigen Jahren geplant. An den Kosten von 1,2 Millionen Euro hat sich das Land mit 80 Prozent beteiligt, die übrige Summe trug der Wasserverband Eifel-Rur. Bei den Arbeiten wurden rund 54 000 Kubikmeter Erde bewegt, weil auch das Flussbett tiefer gelegt werden musste. Außerdem ist in diesem Bereich die Fließgeschwindigkeit der Wurm verlangsamt worden.

Während man die Umgestaltung der Landschaft allgemein begrüßte, berichtete Carla Glashagen als sachkundige Einwohnerin im Stadtentwicklungsausschuss allerdings von negativen Erfahrungen, die man an den heißen Tagen des vergangenen Jahres gemacht habe, als der verbreiterte Flusslauf als Badestelle „missbraucht“ worden sei.

Und zwar, so Carla Glashagen, mit allem negativen Erscheinungen eines solchen „Badebetriebs“ wie das Zurücklassen von Abfällen und dem Verrichten menschlicher Bedürfnisse, für die an dieser Stelle natürlich die Toilettenanlagen fehlen. Sie befürchtete negative Folgen für Pflanzen- und Tierwelt und schlug vor, das Gebiet einzuzäunen.

Von Zäunen allerdings wollten weder Ausschussvorsitzender Josef Fröschen noch Bauamtsleiter Achim Vogelheim etwas wissen. Vielmehr, so Achim Vogelheim, hoffe man auf den Pflanzenbewuchs, der nach und nach das Baden erschwere. Wenn das nicht helfe, könne man immer noch mit aufklärenden Schildern auf den notwendigen Schutz der Landschaft hinweisen.

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