Rekordtemperaturen: Hochsaison für Schwimmmeister

Von: Stefan Schaum
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So lässt sich auch Rekordhitz
So lässt sich auch Rekordhitze locker aushalten: Mit seinen Töchtern Jil und Estelle hüpft Papa Armand Erens im Übach-Palenberger Freibad gern ins Wasser. Foto: Stefan Schaum

Geilenkirchen/Gangelt. Lilly liebt die Sonne. Da kann die „Sahara-Hitze” getrost kommen. Schon seit Tagen zieht es die Dreijährige mit Mama Judith Krawanja dort hin, wo man sich bei Bedarf ganz schnell mal abkühlen kann: ins Übach-Palenberger Freibad.

Da hat man sich auf die erwarteten Rekordtemperaturen am Wochenende eingestellt. „Ab Samstag wird es aber mal so richtig voll hier”, sagt Betriebsleiterin Sabine Maass. Sie freut sich drauf. Stress hin, Stress her. Schließlich hatte es lange Zeit so ausgesehen, als würde auch die diesjährige Badesaison ins Wasser fallen.

An das vergangene Jahr denkt die Schwimmmeisterin mit Grausen zurück. „Das war doch gar nix”, sagt sie. „April und Oktober waren noch ganz in Ordnung, dazwischen kam nur Mist.” Seit 13 Jahren ist sie in diesem Bad, so schlecht sei es selten gewesen. Gerade Mal 10 000 Gäste sprangen im Jahr 2011 ins Becken. Mehr als 20.000 sind es in diesem Jahr bereits. Trotz des Dauerregens im Juli, als den Mitarbeitern im Bad viel Zeit blieb, um die Technik zu warten und die Grünanlagen zu pflegen.

„Die letzte Zeit war super, so muss das sein.” Obwohl sie die heiße Zeit lieber ein paar Wochen früher erlebt hätte. „Im August haben viele ihren Urlaub hinter sich und haben schon irgendwo am Strand gelegen. Da ist der Sonnenhunger nicht mehr ganz so groß.” So gering scheint er aber auch nicht zu sein: Derzeit strömen sie nur so ins Übach-Palenberger Freibad. Vor allem Familien mit kleinen Kindern. Jugendliche machen sich hingegen ein wenig rar.

Ob das wohl auch an der Kleiderordnung im „Ü-Bad” liegt, die Männern seit 2010 das Tragen schlabberiger Badeshorts verbietet? „Kann schon sein”, sagt Maass. Schon einige seien wieder abgezogen, nachdem sie am Eingang darauf hingewiesen worden seien. Die kommen wohl nicht mehr. „Aber alle anderen profitieren davon, dass weniger Schmutz durch diese Kleidung ins Becken gelangt und wir weniger Chlor einsetzen müssen.” Dabei lässt sie gern durchblicken, dass es schön ruhig sei im Bad. „Bei den ganzen Familien hier ist die Stimmung richtig harmonisch.”

Bloß der Sand macht ihr mitunter Sorgen. Seit der Freibadbereich 2009 renoviert worden ist, stehen Strandkörbe und Sonnenliegen auch auf Sandwegen. Das sieht gut aus und sorgt für Strandstimmung - doch werden die feinen Körnchen auch in die Becken getragen. „Wir saugen hier täglich ab wie die Weltmeister”, sagt Sabine Maass. Doch darin haben die Mitarbeiter - acht sind zu Spitzenzeiten wie jetzt gleichzeitig im Bad - mittlerweile Routine.

In den vergangenen Wochen hat sich auch im angrenzenden Hallenbad einiges getan. Silikonfugen in den Becken und im Duschbereich wurden erneuert und Restarbeiten am Rutschenturm erledigt. Konnte in vergangenen Jahren das Hallenbad genutzt werden, wenn es draußen mal regnete, war das während der Ferienzeit nicht möglich. Deshalb wurde während der vergangenen Wochen das Wasser im Außenbereich ausnahmsweise auf 21 Grad angeheizt. „Damit ist jetzt aber Schluss”, sagt Maass, „der Sommer ist ja endlich da”.

Sobald die Freibadsaison vorbei ist - eventuell schon Ende August, bei gutem Wetter auch etwas später -, macht sie übrigens selbst Urlaub. Auf Mallorca. Ihr eigener Sonnenhunger sei nämlich besonders groß.
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