Reitverein zeigt Kunststücke auf dem Rücken der Pferde

Von: Renate Kolodzey
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Die Voltigiergruppe „Rentiere“ unter der Leitung von Phillip Erdweg und Anne Töller (v.l.) mit Pferd „Sam“ sowie Silke Erdweg und Mia Radau (7. und 8. v.l.) mit Pferd „Guiliani“. Foto: Renate Kolodzey
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Corinna Kremers (l.) und Magdalena Lenzen bei ihrer Doppelkür auf dem Holzpferd.

Geilenkirchen. „Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“, lautet ein altes Sprichwort, und mehr als 250 Besucher statteten den edlen Tieren am zweiten Adventssonntag auf dem Rittergut Muthagen einen Besuch ab.

Der „Reiterverein Geilenkirchen 1907“ mit derzeit 390 Mitgliedern hatte zum Nikolausaktionstag eingeladen, und die Gäste erwarteten neben einem vielfältigen Programm auch leibliche Genüsse wie selbstgebackene Kuchenköstlichkeiten, Glühwein und Grillwürstchen sowie ein Stand mit Basteleien, Kerzen, Pferdefotos und Plätzchen.

Schon der frühe Nachmittag startete mit einer beeindruckenden Adventsdressur von Mia auf dem Pferd „Faraon“, Jasmin auf „Aladinas“, Tim auf „Rasant“, Carolin auf „Tiffy“, Carina auf „Guiliani“ und Jana auf „Sam“ unter der Leitung von Bettina Richter, die ebenso wie das „Pas de deux“ nach „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ mit Neicy Wienold und Tim Frings nicht nur wegen der Kostüme die Pferdefreunde begeisterte. Der Seiteneingang zum Zuschauen an der großen Reithalle war voll besetzt, und bis in den Abend säumten zahlreiche Interessierte die Aufführungen und klatschten begeistert Beifall.

Beim „Rentiervoltigieren“ zeigten jeweils neun Mädchen in Rentierkostümen hoch oben auf den Rücken der Pferde „Sam“ und „Guiliani“, die an der Longe im Kreis geführt wurden, unter der Leitung von Phillip Erdweg, Anne Töller, Silke Erdweg und Mia Radau erstaunliche turnerische Übungen, bei denen so manchem Gast der Atem stockte. Ebenso aufregend war das „Engelsvoltigieren“, das sogar von Geigenspiel begleitet wurde, mit den Pferden „Tiffy“ und“Chianti“ und zehn beziehungsweise acht Mädchen.

Magdalena Lenzen und Corinna Kremers, 12 und 18 Jahre alt, voltigierten dagegen in lila Kostümen auf einem Holzpferd: Unter viel Applaus führten sie ihre imposante, akrobatische Doppelkür „Paradise“ vor, mit der sie Anfang des Jahres in Aachen und kürzlich in Kempen bei Krefeld jeweils einen 1. Platz errangen. Die beiden sind sich einig: „Es macht großen Spaß – auch wenn es gefährlich ist. Bei den Übungen kommt es auf Kraft und Eleganz an, und wir müssen vor allem einander vertrauen.“

Der Geschicklichkeitsparcours erforderte einige Vorbereitungszeit, denn es sollte ein Slalom um Nikolaussäcke und Tannenbäume geritten werden. Außerdem mussten ein Stangenkreuz, eine Gasse aus Tannenzweigen und W-förmig ausgerichteten Stangen bewältigt werden, was Anne Töller auf „Chianti“, Mia Radau auf „Finestra“, Elena Bernhard auf „Filana“, Laetitia Braun auf „Guiliani“ und Isabelle Illig auf „Gammon“, alle trainiert von Silke Erdweg, jedoch glänzend und problemlos gelang. Springstunde und Quadrille waren weitere Höhepunkte des Tages, und die Ausführenden zeigten ihr beachtliches Können.

Zwischendurch konnten sich die Kinder bei adventlichen Wettspielen mit Mini-Skiern sowie Wettläufen mit Dosen oder Holzsteckenpferden vergnügen, und auch das Basteln von Futterglocken im Stall fand großen Anklang. Als es dunkel wurde, warteten jedoch alle sehnsüchtig auf einen alten Mann – den Nikolaus. Mit langem, weißem Bart, Bischofsmütze und rotem Mantel kam er schließlich, gefolgt von seinem ganz in Schwarz gekleideten Knecht Ruprecht.

Jedem Kind überreichte er einen großen, leckeren Weckmann, und glänzende Augen dankten es ihm. Knecht Ruprecht jedoch steckte glatt eins der Kinder in seinen großen Sack und trug ein anderes zur Türe hinaus. Beide machten den Spaß lachend mit.

Zum gemütlichen Ausklang begaben sich die Gäste in den Innenhof des altehrwürdigen Rittergutes, wo ein gemeinsames Adventssingen stattfinden sollte. Zusammen mit Grundschülern der Dietrich-Bonhoeffer-Schule aus Herzogenrath klangen bald festliche Weisen durch die Nacht, und nicht nur die Vorsitzenden des Reitervereins, Franz-Josef Coenen und Hans-Peter Lüttgens, sowie Geschäftsführer David Peters konnten sich über den gelungenen und überaus gut besuchten Tag freuen: Die vierjährige Anna-Linn Lüttgens aus Immendorf erklärte entschieden: „Mir gefällt hier alles – besonders die Pferde, weil das meine Lieblingstiere sind.“

Und Mama Bianca ergänzte : „Wir kommen ganz bestimmt nächstes Jahr wieder!“

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