Reiseziel USA: Aufschlag für Tennisspieler Timo Schmitz

Von: Markus Bienwald
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Der überaus talentierte Tennisspieler Timo Schmitz aus Übach-Palenberg startet in dieser Woche ein kombiniertes Tennisstudium, bei dem er auch einen Abschluss im Sportmanagement machen wird. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. An eine Sache kann Timo Schmitz aus Übach-Palenberg zurzeit gar nicht denken. „Ich schlafe schon seit Tagen nicht“, sagt der 19-Jährige. Der Grund dafür ist seine riesige Freude darüber, dass er in Kürze sein Sportstudium in den USA aufnehmen darf.

Dass er das kann und dass am Ende alles so schnell ging, ist sicherlich auch ein Grund seiner Schlaflosigkeit. „Eigentlich war das Ganze erst für den Sommer geplant“, berichtet er im Gespräch mit unserer Zeitung. Aber nun geht das Abenteuer schon diese Woche Freitag los.

18 Stunden reine Flugzeit von Düsseldorf über London nach Dallas und dann nach Memphis, um am Ende in Cleveland zu landen, auf dem Campus seiner Universität. In den letzten zwei Wochen ging es ein wenig drunter und drüber im Leben des jungen Mannes.

Da mussten Bescheinigungen übersetzt, versendet und beurkundet werden, Timo und seine Eltern waren fast rund um die Uhr damit beschäftigt, auf die Schnelle den kommenden USA-Aufenthalt zu organisieren. „Ohne meine Eltern und das Jomi Sport Scholarship hätte ich das gar nicht schaffen können“, so der junge Mann.

Damit halfen die Eltern und die Organisation dabei, gleich mehrere Träume wahr werden zu lassen. Zum einen ist da der Tennissport, den der 19-Jährige seit nunmehr 14 Jahren betreibt. „Mich hat mal jemand angesprochen, der zusah, wie ich mit einem Schläger Bälle gegen die Garagenwand schlug“, berichtet er von seiner eigenen Entdeckung. Wenig später kam mit dem VfR Übach-Palenberg der erste Verein, es folgte bald ein Engagement beim TC Baesweiler. Dort habe er einfach hervorragende Voraussetzungen vorgefunden, es ging mit dem Tennis sogar im Knaben-Team bis in die Oberliga. „Doch kurz vor der Meisterschaft ist einer aus unserer Mannschaft zum Fußball gewechselt“, berichtet Timo.

In den USA wird der Deutsche für das Team der Delta State University spielen. Auf einem Schrank im elterlichen Wohnzimmer illustrieren unzählige Pokale den sportlichen Erfolg. Er selbst war schon immer vom Sport fasziniert, spielte zwischenzeitlich auch Fußball, doch der Tennissport, bei dem er selbst über Wohl und Wehe des Spiels entscheidet, lag ihm am Ende mehr.

„Und natürlich habe ich auch schon darüber nachgedacht, Profi zu werden“, berichtet er. Während die meisten, die sich eine Karriere als Profisportler vorstellen können, schon früh die Schule verlassen, wollte Timo aber nicht den Tennistraum für eine Ausbildung aufgeben, sondern machte zunächst sein Fachabitur. Dass er jetzt dank eines Sportstipendiums seinen Lieblingssport und ein Studium über insgesamt vier Jahre in den USA verbinden kann, ist für ihn ein Traum. „Ich wollte schon immer nach Amerika“, gesteht er, bislang war er aber noch gar nicht dort.

Da ist es natürlich sehr verständlich, dass sich Timos Schlafpensum momentan gegen Null bewegt, denn es ist für ihn sehr aufregend, bald Tennis studieren zu können, in einem fremden Land, in dem er noch nie war. Dennoch weiß er um die Chancen, die ihm das sehr schulisch geprägte und natürlich auch zu bezahlende Studium geben wird. „Neben Tennis werde ich gleichzeitig auch Sportmanagement studieren“, freut er sich, womit Timo sich auch treu bleibt, denn er will nicht alles auf eine Karte setzen.

Dass Timo Schmitz bodenständig bleiben will, zeigt übrigens schon seine überaus vorsichtige Wortwahl. „Ich sage sehr ungern, dass ich ein guter Tennisspieler bin“, sagt er über sein Talent. Dabei war er bei seiner letzten Ranglistennotierung der unter 16-Jährigen unter den Top 90 in Deutschland.

Bei denen, die jünger als 21 Jahre sind, liegt er in der Rangliste bei 400. So gesehen stehen seine Chancen gut, nach den kommenden vier Jahren in Amerika nicht nur in Sachen Tennissport ganz groß herauszukommen, sondern das Ganze auch noch mit einer soliden Ausbildung zu verbinden. Und dann kann er bestimmt viel ruhiger schlafen, als es jetzt der Fall ist.

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