Reise zu den Ursprüngen des Glaubens

Von: Andrea Schever
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Dieses Bild von Papst Franziskus bei seiner Audienz gelang der Teilnehmerin Tabea Dyong. Foto: Tabea Dyong
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Nach der Papstaudienz wurde vor dem Petersdom zum Gruppenfoto gerufen. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen/Rom. So nah kommt man dem Papst nur ganz selten. Schon allein deshalb war die Audienz beim Oberhaupt der katholischen Kirche mit Abstand der Höhepunkt bei der diesjährigen Rom-Wallfahrt für die 68 Messdiener der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) St. Bonifatius, Geilenkirchen.

Nach vielen Besuchen von Kirchen und anderen antiken Bauten stand mit Papst Franziskus jetzt einmal eine lebende Person im Mittelpunkt.

Auch wenn man sich unter den 30.000 auf dem Petersplatz versammelten Pilgern zugegebenermaßen nicht über die Maßen bei der Audienz privilegiert fühlte, war es doch für jeden Teilnehmer ein Erlebnis. Für die früh angereisten Rombesucher waren die Temperaturen auf dem sonnigen Petersplatz sehr angenehm.

Jede der angemeldeten Pilgergruppen wurde persönlich in der jeweiligen Sprache begrüßt und auch im späteren Verlauf der Andacht durch eine muttersprachliche Zusammenfassung der Papstpredigt berücksichtigt. Nachdem Papst Franziskus mehrmals auf seinem Papamobil durch die Gänge zwischen den Pilgern gefahren war, Kinder gesegnet und die meist jungen Leute begrüßt hatte, sprach er von den Stufen des Petersdoms aus zu den Gläubigen.

In seiner Katechese sprach er von der Einheit, aber auch den in der Geschichte immer wieder aufgetretenen Zerwürfnissen des Christentums. Die christliche Verkündigung sei jedoch umso glaubwürdiger, je mehr es von den Gläubigen vollbracht werde, in Gemeinschaft zu leben. Angesichts der Niederlagen in der Geschichte dürfe jedoch nicht resigniert werden. Stattdessen sollen die Gläubigen offen für Begegnungen und Dialog sein.

Am Freitag, dem letzten vollständigen Tag in Rom, besuchte jede Gruppe mit Messdienern die Kirche „Sankt Paul vor den Mauern“, eine weitere der sieben Pilgerkirchen Roms. Im Inneren kann eine Reihe mit Mosaiken bewundert werden, die ein Bildnis jedes Papstes zeigt. Bis zum Bau des Petersdoms im 16. Jahrhundert war die Basilika die größte der Christenheit.

Neben dem Besuch der antiken päpstlichen Erzbasilika San Giovanni in Laterano, dem eigentlichen Sitz des Bischofs von Rom, stand auch der Besuch des Vatikanischen Museums mitsamt der berühmten Sixtinischen Kapelle oder wahlweise der Katakomben – der unterirdischen Grabstätten Roms – auf dem Programm.

Wichtig war den Betreuern jedoch nicht nur, dass die jungen Messdiener möglichst viel von der Stadt sehen. Ebenso legten sie Wert darauf, dass die Jugendlichen beispielsweise ihre Fähigkeit der Orientierung in fremden Städten verbessern. „Die Jugendlichen sollen nicht nur blind hinter uns her laufen“, erklärt Betreuer Jens Klett, „sondern auch ein Gefühl dafür entwickeln, welche Wege sie gehen und wo sie sich gerade befinden.“ Um sie dahingehend zu fordern, wurde nach dem Zufallsprinzip auch mal ein Jugendlicher aufgefordert, den Weg zurück zur Metro zu finden.

Ebenso wurden die jungen Messdiener über historische Hintergründe zur städtischen und kirchengeschichtlichen Entwicklung Roms informiert und manche Gruppenleiter fragten das Wissen dann spaßeshalber wieder ab.

Für das leibliche Wohl der Kinder, Jugendlichen und Betreuer während des Romaufenthalts war durch ein eigens mitgebrachtes, dreiköpfiges Küchenteam bestens gesorgt. Jeden Tag kam ein anderes, frisch zubereitetes Abendessen mit Gemüse- und Salatbeilage auf den Tisch. Panierte Schnitzel, Gyros und andere gut gewürzte Gerichte machten Abend für Abend alle Teilnehmer der Rom-Fahrt satt.

Gegen Ende der Fahrt kristallisierte sich bei jedem einzelnen Teilnehmer heraus, dass dieser Rom-Besuch nicht nur Sightseeing, sondern auch eine Reise zu den Ursprüngen des Glaubens war. Die Arbeit der Verantwortlichen rund um die Organisation hat sich sichtlich gelohnt und ausgezahlt.

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