Reinhold Bohrer erhält Kunst- und Kulturpreis

Von: mabie
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Freudestrahlend überreichte
Freudestrahlend überreichte Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (r.) den ersten Kunst- und Kulturpreis der Stadt an den herausragenden Gitarristen und gebürtigen Boschelner Professor Reinhold Bohrer. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Es war nur ein kurzer Moment, doch der dürfte sich unvergesslich einen Platz im Gedächtnis des neuen Kunst- und Kulturpreises der Stadt Übach-Palenberg einbrennen.

Denn als Professor Reinhold Bohrer, seines Zeichens aus Boscheln stammender Ausnahme-Konzertgitarrist, die kleine Skulptur aus den Händen von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch empfing, rang er einen Moment nach Luft und Worten.

„Es ist für mich ein Herzenspreis”, sagte Bohrer mit leicht gedrängter Stimme. „Sonst kenne ich das nur aus dem Fernsehen”, so der Preisträger weiter, „vom Oscar oder so”, fasste der sichtlich beeindruckte Konzertmeister zusammen. Den Preis, der sich an seine Hand schmiegte, hielt er dabei richtig fest. Zugleich widmete er die Auszeichnung, die er im Rahmen der Feierstunde zum 40-jährigen Bestehen des „KammerMusikEnsembles” (KME) im Schloss Zweibrüggen erhielt, seiner Familie, seinen Freunden und Wegbegleitern.

Und dazu gehörte auch das KME, zu dessen Mitgliedern im Dezember 1975 auch der junge Reinhold Bohrer gehörte. Seinen weiteren Werdegang skizzierte der Bürgermeister in einer schönen Laudatio.

„Für Reinhold Bohrer stand schon im Alter von 13 Jahren fest, dass er auch beruflich gerne etwas mit Musik machen würde”, begann Wolfgang Jungnitsch. Nach dem Schulabschluss wurde der Boschelner Jungstudent an der Musikhochschule Köln, Abteilung Aachen, bei Professor Tashadi Sasaki. Er gab während des Studiums schon Gitarrenunterricht und wurde immer vom Verein „Freunde der Kammermusik” und deren „Motor” Hanns-Paul Jouck gefördert und gefordert.

Nach knapp 15 Semestern schloss Bohrer sein Studium mit Auszeichnung ab, war zwischenzeitlich beim Heeresmusikkorps eingesetzt (Bohrer: „Da hab ich mehr Zeit mit Kaffeekochen als mit dem Musizieren verbracht”) und setzte schließlich seine Studien am Conservatio Superior de Música in Madrid fort. International bedeutende Ausbilder prägten diese Zeit, die er mit Konzertexamen und der Professur an der privaten Musikakademie Madrid abschloss. „Seine musikalische Entwicklung und seine Erfolge sind wirklich sensationell”, fasste Bürgermeister Jungnitsch zusammen, „immer hat Professor Reinhold Bohrer die Musik als Künstler und als Pädagoge vermittelt”.

Heute arbeitet Bohrer im spanischen Asturien und betreibt gemeinsam mit seiner Frau Patricia, die selbst Sopranistin ist, ein Musikhotel. Neben dem exzellenten Gitarrenspiel, so versicherte Bürgermeister Jungnitsch den rund 50 Gästen an diesem Nachmittag, habe der Preisträger aber nie den Bezug zu seiner Heimatstadt verloren.

„Die Stadt steht hinter dieser Verleihung, wie auch das Auswahlgremium, denn Sie haben sich wahrlich um Übach-Palenberg verdient gemacht”, schloss der Laudator.

Anfang August startete die Stadtverwaltung einen Aufruf, Vorschläge für den ersten Kunst- und Kulturpreis einzureichen.

Es konnten einzelne Personen, Gruppen und auch Schulen genannt werden, die sich um Kunst und Kultur in Übach-Palenberg besonders verdient gemacht haben.

„Die Resonanz an Vorschlägenwar schon ganz beachtlich”, fand Bürgermeister Jungnitsch. Dennoch habe sich in den Treffen des Auswahlgremiums und des Entscheidungsgremiums Professor Bohrer schnell als Favorit herauskristallisiert.

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