Gangelt - Realschule Gangelt: Experimente dürfen Standort nicht gefährden

Realschule Gangelt: Experimente dürfen Standort nicht gefährden

Von: hama
Letzte Aktualisierung:
realschulegang-fotos
Konrektor Markus Fabricius, Beratungslehrer Siegfried Funk-Stevens, die Vorsitzende des Lehrerrates, Helga Nijs, und Schulleiter Thomas Hoppe-Leifgen äußersten sich zu der Leistungsstärke der Gangelter Realschule. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Als „nicht gerechtfertigt” sieht Thomas Hoppe-Leifgen Experimente an, die den Standort Realschule Gangelt gefährden würden. Der Rektor der Realschule des Schulverbandes Selfkant in Gangelt bezieht sich dabei auf die aktuelle Schulstruktur-Debatte rund um den Schulentwicklungsplan.

Der vom Kreis Heinsberg in Auftrag gegebene Plan wurde jetzt in den Kommunen Gangelt und Selfkant ergebnisoffen diskutiert. Zu hören war hier, dass eine Gesamtschule oder ein Gymnasium am Doppelstandort Gangelt und Selfkant möglich sei. Aktuellen Handlungsbedarf sah man in keiner der beiden Gemeinden. Allerdings ist auch klar, dass die Hauptschulen in Gangelt und Selfkant-Höngen nicht unbedingt mit steigenden Schülerzahlen zu rechnen haben.

Zusammen mit seinem Konrektor Markus Fabricius, dem Beratungslehrer Siegfried Funk-Stevens und der Vorsitzenden des Lehrerrates, Helga Nijs, verwies Thomas Hoppe-Leifgen nicht nur auf die „NRW-weit rekordverdächtige” Qualifikationsrate zur gymnasialen Oberstufe von durchschnittlich 70 Prozent in den letzten beiden Jahren und unterstrich damit: „Unser System funktioniert!” An der Realschule in Gangelt hätten die Schüler sechs Jahre Zeit: „Hier bereiten wir die Schülerschaft bestens auf Arbeitswelt, Berufskollegs, Gymnasien und Gesamtschule vor”, so Siegfried Funk-Stevens. Positiv seien grundsätzlich die Rückmeldungen aus den Praktikumsstellen der Realschüler. Man gehe eben nicht nur fachlich vor, so Markus Fabricius, sondern arbeite auch an den Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Lernbereitschaft und Disziplin. „Wir scheuen uns auch nicht, das Wort Benehmen in diesem Zusammenhang in den Mund zu nehmen”, so Thomas Hoppe-Leifgen.

Auf das umfangreiche Rahmenprogramm der Gangelter Realschule wies Helga Nijs hin. Von der Sprachförderung (32 Zehntklässler absolvieren erfolgreich in 2010 Cambridge-Prüfungen) bis hin zu einer umfangreichen Kooperation mit den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf. Da fiebern die Bewohner der Einrichtungen ebenso wie die Gangelter Schüler und Lehrer dem jährlichen Sportwettkampf entgegen.

Wichtig für die Zukunft der Schüler ist aber auch das Arbeitsplatzangebot der Gangelter Einrichtungen. Das beginnt beim Praktikum und geht bis zu Ausbildungsplätzen, die unter anderem Personalchef Leo Wennmacher bei seinen alljährlichen Besuchen in der Schule anbietet. Ab der achten Klasse gibt es intensive Berufsvorbereitungsangebote. „Keiner von den Zehntklässlern geht hier weg, ohne dass wir wissen, was er macht”, fasst Siegfried Funk-Stevens die Rundumbetreuung der Gangelter Realschüler zusammen. Derzeit hat die Schule 573 Schüler. Diese Zahl ist seit vier Jahren stabil. Während die siebten und achten Klassen noch vierzügig sind, gilt für den Rest die Dreizügigkeit.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert