Rauchmelder: Immer mehr Fehlalarme in Geilenkirchen

Von: vm
Letzte Aktualisierung:
5019006.jpg
Bereits in vielen Haushalten zu finden: Rauchmelder. Eine richtige Anbringung ist wichtig, damit die Feuerwehr nicht unnötig ausrückt. Foto: dpa

Geilenkirchen. Die Geilenkirchener Feuerwehr hat einen Anstieg von Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen und Rauchmelder verzeichnet. Wie Stadtbrandmeister Michael Meyer gestern auf Anfrage mitteilte, habe man im Jahr 2012 über 20 Fälle gezählt, zehn mehr als in den Vorjahren. Zu den Ursachen zählen technische Defekte, die aber durch eine Wartung leicht behoben werden können, oder menschliches Fehlverhalten.

„Beispielsweise, wenn eine Kerze direkt unter dem Rauchmelder steht oder wenn in einem Betrieb unter einem Sensor Metall getrennt wird“, erläutert Meyer.

Dramatisch hätten sich die Zahlen aber nicht entwickelt, man müsse sie in Relation betrachten, so der Stadtbrandmeister weiter: Zum einen seien sie vor dem Jahr 2012 rückläufig gewesen, zum anderen habe sich die Gesamtmenge der Brandmeldeanlagen im Stadtgebiet erhöht – etwa in Gewerbe- und Industriegebieten, Altenheimen, Krankenhäusern oder großen Supermärkten. Einmal im Jahr würde der Brandschutztechniker routinemäßig alle Betriebe begehen und Wartungen durchführen.

Auch in Übach-Palenberg zählt die Feuerwehr mehr installierte Brandmeldeanlagen – im Jahr 2000 waren es sechs, heute sind es 40 –, aber erstaunlicherweise nur sehr wenige Fehlalarmierungen. Im Schnitt einen Fall pro Jahr.

Der Grund ist denkbar einfach: Muss die Feuerwehr grundlos ausrücken, zahlt der Verursacher. „Wir rechnen das konsequent ab“, sagt Stadtbrandinspektor Gottfried Mannheims. Um die 1000 Euro fielen dann an. „Das hat den Effekt, dass sich die Betriebe sehr gut um ihre Brandmeldeanlagen kümmern.“

Ganz so streng, wie es klingt, ist Mannheims dann doch nicht, einen Fehlalarm haben die Unternehmen pro Jahr bei ihm gut. „Vor allem im Winter kann es immer mal vorkommen, dass sich beispielsweise Kondenswasser im Brandmelder sammelt und so ein Alarm ausgelöst wird“, erklärt er. Seit zwölf Jahren wird das in Übach-Palenberg so gehandhabt.

Auch bei den Privathaushalten sei es ruhig, obwohl auch diese immer häufiger mit Rauchmeldern ausgestattet sind. „In den Niederlanden kommt es immer mal wieder vor, dass jemand anruft und sagt, im Haus seines Nachbarn würde es piepen“, erzählt Mannheims. Aus Übach-Palenberg falle ihm aber kein einziges Beispiel ein.

Die Umrüstung läuft auf deutscher Seite der Grenze auch gerade erst richtig an. Bei Neubauten ist es so geregelt, dass die Rauchmelder bei der Bauabnahme auf richtige Anbringung und Funktionstüchtigkeit getestet werden, der Vermieter muss die Melder stellen. Für Altbauten ist noch keine Regelung getroffen.


Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert