Ratten: Höherer Befall nur in Geilenkirchen

Von: Jan Mönch
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Ist seit eh und je ein äußerst unbeliebter Nachbar des Menschen: die Ratte. Foto: stock/Bluegreen Pictures

Geilenkirchen. Der Zuwachs gesichteter Ratten scheint ein Problem zu sein, dass momentan nur in Geilenkirchen auftritt. Die Gangelter und die Übach-Palenberger Verwaltung teilen auf Anfrage mit, dass bei ihnen kein signifikanter Anstieg vorliege. Allerdings wird in den beiden Kommunen auch nicht so exakt Buch darüber geführt, wie es offenbar in Geilenkirchen der Fall ist.

Vergangene Woche hatte eine Anfrage unserer Zeitung ergeben, dass die Zahl von Rattensichtungen in Geilenkirchen dieses Jahr gehörig in die Höhe geschnellt sei – und offenbar generell relativ hoch ist. Ein Anstieg von rund 50 Prozent zeichne sich bereits jetzt ab, teilte die Stadt damals mit.

Nun lässt sich aus Sichtungen, die der Stadt mitgeteilt werden, natürlich nicht zuverlässig auf die Zahl tatsächlich in und unter der Stadt lebender Ratten schließen. Auffällig ist die Entwicklung aber dennoch. Die Stadt hatte erklärt, dass ein Zusammenhang zu dem zurückliegenden milden Winter bestehen könnte.

Das Gangelter Ordnungsamt teilt nun mit, dass es im Bereich der Gemeinde „in diesem Jahr bisher noch keine gehäuften Meldungen“ gebe. Eine Statistik werde zwar nicht geführt. Dennoch weiß Amtsleiter Helmut Görtz, dass sein Fachbereich vergangenes Jahr in „rund fünf Fällen“, bei denen Bürger Ratten meldeten, tätig geworden sei. Zum Vergleich: In Geilenkirchen wurden 2014 150 Sichtungen gemeldet. Außerdem, so Helmut Görtz weiter, würden durch die Stadt regelmäßig Kontrollen durchgeführt und Giftköder ausgelegt.

Auch die Stadt Übach-Palenberg teilt mit, dass „sich die Zahl der Anrufe zum Rattenbefall in diesem Jahr nicht signifikant vermehrt“ habe, so Maria-Luise Hermanns, Leiterin des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit. Vergangenes Jahr seien es etwa zehn bis 15 gewesen. Eine Registrierung der Fälle erfolge nicht. Grundsätzlich lasse sich festhalten, dass das Aufkommen von Ratten starken Schwankungen unterworfen sei. „Es gibt immer wieder Jahre, in denen vermehrt Rattenbefall festzustellen ist; in anderen Jahren tendiert die Zahl gegen Null.“

Schwerpunkte der Sichtungen, wenn es sie denn gibt, seien Gegenden in der Nähe von Fließgewässern oder aber Privatgrundstücke, in denen Komposthaufen unsachgemäß befüllt oder Tiere gehalten würden. „Manchmal wird bei Kontrollen der Kanalisation festgestellt, dass Mitbürger Speisereste über die Toiletten entsorgen. Regelrechte Vorräte werden in diesen Bereichen angelegt“, so Hermanns weiter.

Unabhängig von der aktuellen Zahl der Sichtungen führe die Stadt zweimal jährlich eine Rattenbekämpfungsaktion in der gesamten Kanalisation durch, dies sei gerade im Moment der Fall. Erfahrungsgemäß steige die Zahl der Sichtungen im Anschluss kurzzeitig leicht an. Danach sei aber in der Regel wieder Ruhe.

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