Geilenkirchen - Ratsfraktionen plädieren für den Erhalt der Notfallpraxis

Ratsfraktionen plädieren für den Erhalt der Notfallpraxis

Von: Georg Schmitz
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Die Fraktionsvorsitzenden Christian Kravanja, Nils Kaspers, Jürgen Benden, Wilhelm Josef Wolff, Gabriele Kals-Deußen und Manfred Mingers plädieren für den Erhalt der Geilenkirchener Notfallpraxis. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Der Kreistag hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für den Erhalt der drei Notfallpraxen ausgesprochen. Einstimmigkeit herrscht auch bei allen im Rat der Stadt Geilenkirchen vertretenen Fraktionen, die in einer Resolution an die Kassenärztliche Vereinigung und die Ärztekammer für den Erhalt der Notfallpraxis in Geilenkirchen plädieren.

Die Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgerliste und Die Linke haben in einem Schreiben an den Bürgermeister beantragt, diesbezüglich für die nächste Ratssitzung einen zusätzlichen Tagesordnungspunkt aufzunehmen.

Der Wortlaut: „Der Rat der Stadt Geilenkirchen fordert die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein und die Ärztekammer Nordrhein auf, die Notfallpraxis in Geilenkirchen zu erhalten.“ Die Reduzierung auf nur eine Notfallpraxis im Kreis Heinsberg sei für die Bevölkerung untragbar und nicht akzeptabel, weil es sich um einen Flächenkreis handele. Von dem zu befürchtenden Verlust des notfallärztlichen Standorts in Geilenkirchen seien vor allem ältere und schwache Menschen betroffen. „Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des fehlenden Angebotes im öffentlichen Personennahverkehr in der Nacht und am Wochenende ist es vielen Menschen dann nur noch sehr schwer möglich, die einzige Notfallpraxis in Heinsberg aufzusuchen“, heißt es weiter. Die Schließung von zwei Notdienstpraxen im Kreisgebiet würde zudem zu einer höheren Belastung der Notfallambulanzen in den Krankenhäusern und ebenso zu verstärkten Notfalleinsätzen des Rettungsdienstes als auch der Notfallärzte führen.

Die Schließung der Notfallpraxis Geilenkirchen widerspreche auch den Überlegungen zur kommunalen Pflegeplanung, bei der eine quartiersbezogene Versorgung angedacht sei. „Hierzu gehört auch eine wohnortnahe notfallärztliche Versorgung“, endet der von den Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Josef Wolff, Gabriele Kals-Deußen, Jürgen Benden, Christian Kravanja, Manfred Mingers und Nils Kasper unterschriebene Wortlauf der Resolution. Die im Rat der Stadt Geilenkirchen vertretenen Fraktionen unterstützen gemeinsam die noch bis zum 30. März laufende Unterschriftensammlung zum Erhalt der Geilenkirchener Notfallpraxis. Vertreter aller Parteien gehen dazu auf die Straße und bitten die Bürger um ihre Unterschrift. Zudem liegen die Unterschriftslisten in zahlreichen öffentlichen Einrichtungen, Apotheken und Geschäften aus. „Wir hoffen, mit dieser Aktion den Erhalt der Notfallpraxis sichern zu können“, erklären die Fraktionsvorsitzenden unisono.

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