Übach-Palenberg - Rathaus-Schlüssel bei Seeschlacht erobert

Rathaus-Schlüssel bei Seeschlacht erobert

Von: Markus Bienwald
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Bei bestem Karnevalswetter starteten rund 1500 Gäste auf dem Ubacher Rathausplatz in den Fettdonnerstag. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Wolfgang Jungnitsch ist nicht mehr im Amt, und das, obwohl er und seine Getreuen bis an die Zähne bewaffnet waren.

Doch gegen die übermächtige Armada der Narren aus dem Übach-Palenberger Stadtgebiet und der Partnergemeinde Landgraaf/NL, die durch rund 1500 Gäste beim Rathaussturm am Donnerstag segelte, hatten der Bürgermeister und seine Piraten keine Chance.

Schon morgens hatten die Jecken aus der Stadt alles für die entscheidende Seeschlacht um den Schlüssel zur Stadt vorbereitet. Eine Bühne lockte auf dem Rathausplatz die Narren an, eine riesige Leine aus Luftballons sollte dem Großsegler „Rathaus” als Anker dienen.

Da werden Träume wahr

Doch alles war vergebens. Selbst die reichlich verschossene Schokolade aus der eigenen Stadt half nicht weiter, der Erste Bürger musste die Waffen strecken. Und sein Nachfolger wurde vom Amtsinhaber selbst per Urkunde inthronisiert.

„Ihr habt es uns nicht leicht gemacht”, frohlockte Prinz Daniel III., der gemeinsam mit seiner charmanten Frau Michaela I. (Klein) von der Übach-Palenberger Karnevalsgesellschaft (ÜPKG) nun offiziell bis Aschermittwoch die Amtsgeschäfte führt. „Ich hab Dir ´nen Stapel Akten da gelassen”, konterte der gekenterte Kapitän von Übach-Palenberg mit einem Augenzwinkern.

Als Dank an das närrische Volk für die reichliche Unterstützung bei der jecken Machtübernahme sang das neue Regentenpaar noch sein Lied „Im Karneval, da werden Träume wahr”. Und wahrlich, mit dem Programm unter der Ägide von Harry Hermanns hatten die jecken schweres Geschütz aufgefahren.

Zwar musste die berühmte Konfettikanone der KG „Scherpe-Bösch-Wenk” bei diesem herrlichen Wetter ruhen, doch mit einem tollen Programm auf der Bühne war der Sturm ein Klacks. Statt mit Enterhaken und wildem Gebrüll erklommen die Jecken das Rathaus mit viel Musik und Tanz. So hatte vor allem Stimmungssänger Harald Weiss mit vielen Hits die Menschen auf seiner Seite.

Tanzgarde im Einsatz

Die Tanzgarde von den „Scherpe-Bösch-Wenk” und noch viele mehr machten den Sturm in diesem Jahr zu einer echten Sause. Zwar mussten die Jecken an diesem sonnigen Vorfrühlingstag auf eine Imbissbude verzichten - die war kurz vor Veranstaltungsbeginn teilweise abgebrannt - doch das tat der perfekten Laune in der Stadt mit den beiden Zentren keinen Abbruch.

So feierten Engel, Piraten, Uniformierte und einfach nur Feierwütige noch bis in den Nachmittag hinein den offiziellen Startschuss in die heiße Phase der „fünften Jahreszeit”.
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