Ralf Kouchen ist Bürgermeister-Kandidat der SPD

Von: Markus Bienwald
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Er tritt gegen Amtsinhaber Wolfgang Jungnitsch an: Ralf Kouchen ist der SPD-Kandidat. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Mit seiner Familie hat er seine Kandidatur im Vorfeld abgesprochen, aber ansonsten war am Mittwochabend die Wahl von Ralf Kouchen zum Bürgermeisterkandidaten der SPD eine gelungene Überraschung. „Mein Arbeitsumfeld wusste bis heute Abend noch nichts davon“, sagt Kouchen. Mit 54 Ja-Stimmen, bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung und damit mit einem Prozentsatz von 96,43 wurde Kouchen am Abend gewählt.

Er bedankte sich für das Vertrauen und betonte, dass er sich nicht selbst gewählt habe. So ist die eine Enthaltung zu erklären.

Kouchen ist im Rathaus, dessen Chef er gerne werden will, kein Unbekannter. „Ich habe 31 Dienstjahre bei der Stadtverwaltung hinter mir“, sagt der 50-Jährige. Er ist gebürtiger Übach-Palenberger, kennt die Stadt nicht nur über seine vielen Verwendungen in der Verwaltung aus dem Effeff. „Ich bin hier geboren, meine Eltern leben hier, und ich habe selbst eine Familie hier gegründet“, beschreibt er seine Wurzeln. Seine erste Frau musste er 2009 nach einem sehr schweren Krebsleiden zu Grabe tragen. Eine schwere Zeit war das, aber Kouchen ist niemand, der aufgibt oder sich unterkriegen lässt oder seinen Weg verlässt.

„Ich bin authentisch und ehrlich“, sagt er von sich, und er packe gerne Sachen an. Die Sache mit der Bürgermeisterkandidatur, bei der er schließlich gegen seinen eigenen Chef antritt, sieht er als pragmatische Herzensangelegenheit. Pragmatisch deshalb, weil es kein Gesetz gibt, das es verbietet, dass ein im Dienst- und Treueverhältnis stehender Beamter gegen seinen Vorgesetzten antritt, um es besser machen zu wollen.

Zur Herzensangelegenheit wird es bei Ralf Kouchen auch dadurch, dass er durch seine Qualifizierungen als Verwaltungsfachmann, Betriebswirt, Buchhalter und Immobilienfachmann zu wissen glaubt, worauf es im Amt und in der Außenwirkung des höchsten Amtes in der Stadt ankommt. „Es geht um Sauberkeit, Service und Sicherheit für die Bürger“, fasst er zusammen. Er war Amtsleiter im Stadtentwicklungsamt, im Ordnungsamt und ist seit einem Jahr kaufmännischer Leiter im Technischen Betrieb der Stadt. Persönlich würde er gerne beispielsweise die „Männer in Blau“ vom Ordnungsamt mehr auf Streife, mehr in der Öffentlichkeit sehen. Und warum er antritt, das ist ihm ganz klar: „Ich traue mir das zu, weil ich ein Kind dieser Verwaltung bin und viele Ansatzpunkte kenne“, sagt Kouchen über Kouchen.

Auf den nun bevorstehenden, relativ kurzen Wahlkampf freut er sich schon und ist sich auch der Unterstützung seiner zweiten Frau Marion, seiner fünf Kinder und seines Umfeldes sicher. „Es wird eine spannende Zeit und sicherlich eine Bereicherung für mich und meine Familie“, schloss Kouchen.

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