Rätseln um gefährliches Material im Wald

Von: Georg Schmitz
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Im Rimburger Wald, unweit der Bahnstrecke Aachen-Mönchengladbach, rief ein blaues Fass im Boden mit gefährlichem Material Staatsschutz, Landeskriminalamt, Polizei und Feuerwehr auf den Plan. Foto: G. Schmitz

Übach-Palenberg. Ein mysteriöser Fund hat am vergangenen Samstag Polizei, Feuerwehr, Landeskriminalamt und Staatsschutz beschäftigt. Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen können die Einzelheiten erst heute bekannt gegeben werden: Niederländische Jugendliche waren im Wald mit Detektoren auf „Schatzsuche“ unterwegs und an einem alten Kriegsbunker im Rimburger Wald kurz nach 15 Uhr auf ein blaues PVC-Fass gestoßen.

Dieses war oberhalb eines Pfades im Bunkerbereich im Waldboden vergraben und mit Erdreich und Laub bedeckt. Nach dem Freigraben und Öffnen fanden die Jugendlichen in Plastiktüten verpacktes Pulver, Elektrodrähte und Metallteile.

Die Jungs sagten Spaziergängern Bescheid, die wiederum die Feuerwehr alarmierten. Die Passanten nahmen an, dass es sich bei dem Fund um eine Granate handeln würde. Die Wehrleute des Löschzuges Übach machten sich umgehend auf den Weg.

Zwischenzeitlich erlangte auch die Polizei Kenntnis von dem Fund. Der Bereich um den Fundort wurde von Feuerwehrkräften und Polizei abgesperrt. Die Frage „Drogen oder Sprengstoff?“ stand im Raum.

Weil ein terroristischer Hintergrund – nicht zuletzt im Hinblick auf die in unmittelbarer Nähe verlaufende Bahnstrecke Aachen-Mönchengladbach – nicht auszuschließen war, informierten die Polizeibeamten der Wache Geilenkirchen nach kurzer Beratung das Landeskriminalamt und den Staatsschutz.

Die Mitarbeiter des LKA und eine Beamtin des Staatsschutzes erreichten in der Dämmerung ihr Ziel im Rimburger Wald und machten sich an die Spurensuche. Auch ein Hubschrauber der Bundespolizei war im Einsatz.

Zwischenzeitlich hatten die Kräfte der Feuerwehr eine Stromversorgung über Stromaggregate aufgebaut und leuchteten die Einsatzstelle mit Scheinwerfern aus. Nach erfolgter Spurensicherung nahmen die Männer vom Landeskriminalamt Fass und Inhalt zur weiteren Untersuchung mit. Gegen 23 Uhr rückten die letzten Feuerwehrkräfte wieder ab.

Die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Heinsberg konnte am Montagmorgen keine Auskünfte in besagter Angelegenheit erteilen, denn die Abteilung Staatsschutz des Polizeipräsidiums Aachen hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Auf Anfrage beim Präsidium erklärte dessen Pressesprecher Paul Kemen: „Es wurde Material gefunden, das tatsächlich eine Gefahr bilden kann.“ Das LKA untersuche jetzt, ob es sich um sprengstofffähiges Material handele. Die Untersuchungen könnten durchaus noch einige Tage in Anspruch nehmen.

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