Rätselhafte Substanz: Entwarnung

Von: jpm
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Weißes Pulver
Weißes Pulver auf dem Gehweg. Archivbild: dpa

Übach-Palenberg. Das ominöse weiße Pulver, das am Samstag Teile von Übach-Palenberg in Aufregung versetzt hat, ist identifiziert.

Es handelte sich offenbar um nicht mehr als handelsübliches Backpulver.  Am Samstagnachmittag war ein Mann dabei beobachtet worden, wie er Pulver auf der Straße verteilte - an insgesamt 20 Stellen im Bereich Glückaufstraße und Matfriedstraße.

Besorgte Anwohner alarmierten daraufhin Polizei und Feuerwehr - und die rückte dann auch mit durchaus sportlichem Aufgebot an. Straßensperren wurden gezogen und Proben der Substanz ins Labor gebracht. Eine erste Entwarnung konnte bereits im weiteren Verlauf des Wochenendes gegeben werden: Gefährlich war die Substanz definitiv nicht. Worum genau es sich jedoch handelte, blieb zunächst offen.

Seit Montag wissen die Ermittler nicht nur, dass es sich um Backpulver handelt, sondern auch, warum dieses auf der Straße verteilt wurde: Offenbar diente die Substanz als Wegweiser oder Markierung für eine Schnitzeljagd. Auch böse Absichten sind dem Auslöser des Feuerwehreinsatzes also kaum zu unterstellen. Offen blieb am Montag, warum die Zeugen den Mann nicht einfach darauf ansprachen, was er mit dem Pulver im Schilde führt. Ein aufwendiger und teurer Einsatz wäre dem Steuerzahler dann erspart geblieben.

Übrigens: Wer nun auf die Idee kommt, man könne doch mal ein bisschen Farbe in den grauen Alltag bringen und ein paar Päckchen Backpulver auf die Straße werfen, sollte davon lieber Abstand nehmen. Zwar ist das Verhalten des Schnitzeljagd-Organisators aller Wahrscheinlichkeit nach strafrechtlich irrelevant. Nach Auskunft der Polizei wird jedoch geprüft, ob zivilrechtliche Ansprüche für das Auslösen des Einsatzes erhoben werden können.

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