Übach-Palenberg - Public Viewing: Minuten des Glücks auf dem Rathausplatz

Public Viewing: Minuten des Glücks auf dem Rathausplatz

Von: Georg Schmitz
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Gespannte Erwartung in den Gesichtern der Gäste auf dem Rathausplatz in Übach-Palenberg. Etwa tausend Besucher kamen zum Public Viewing. Foto: Georg Schmitz
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Wie man sich mit der deutschen Nationalmannschaft identifizieren kann, zeigte sich in mancher Trikotage. Foto: Georg Schmitz
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Und endlich durfte auch auf dem Rathausplatz gejubelt werden: Gerade ist das erste Tor für die Löw-Elf gefallen. Foto: Georg Schmitz

Übach-Palenberg. Auch in der Region freuten sich Tausende auf das zweite WM-Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Auf dem Übacher Rathausplatz zitterten rund 1000 Fußballfans beim Ghana-Match mit, bevor das erste erlösende Tor sichtbare Erleichterung brachte.

Dieses eine Mal brach der große Jubel aus, Minuten des Glücks, unbeschreibliche Freude. Doch nach der anfänglichen Euphorie folgte schnell die herbe Enttäuschung. Na, ja, mit dem 2 : 2 ließ es sich am Ende noch leben, aber die Fans auf dem Rathausplatz hatten eigentlich mehr von der Löw-Elf erwartet.

Schon gegen 18 Uhr hatten sich rund hundert „Frühbucher“ ihre Plätze in der vordersten Reihe gesichert – direkt vor der neuen Leinwand mit ihren zehntausend Pixel. Die Plätze rund um den Biergarten füllten sich zusehends, und bei Veranstalter Albert Spiertz kam Freude auf. Der Gastronom lobte die Stadt Übach-Palenberg, die unkompliziert die große Fläche zur Verfügung gestellt hatte, und bedankte sich bei der Kreissparkasse, ohne deren Sponsoring, sagte er, das Public Viewing nicht hätte stattfinden können.

Gen Himmel schauend wusste Albert Spiertz: „Da kann nix mehr passieren.“ Die weiterhin anrückenden Fans ließen die Kontrollen durch die Security über sich ergehen und lieferten die mitgebrachten Getränke ab.

Zu hohe Erwartungen

Naturgemäß wissen „Fußballsachverständige“ schon im Voraus, wie ein Spiel ausgeht. So deuteten die Tipps der Zuschauer auf einen klaren Sieg der deutschen Nationalelf hin. Für Kos und Manuela Bongers, zwei mitfeiernde Niederländer, war das „so klar wie Kloßbrühe“. 2:0 würden die Deutschen gewinnen, meint der Zwei-Meter-Mann. „Nein, 5:0!“, legte Ehefrau Manuela noch was drauf. Ein 3 : 1 reichte Josef Kouchen, der als Geilenkirchener sich dem Public Viewing in Übach angeschlossen hatte.

So gingen die Mutmaßungen im Vorfeld immer in die gleiche Richtung: „Die Ghanaer machen wir platt.“ Alle waren sich bewusst, dass Deutschland gegen Ghana gewinnen musste, um ganz sicher ins Achtelfinale einziehen zu können. Doch es kam bekanntlich anders. Lange Gesichter beim 1 : 1 und noch längere beim Führungstreffer der Fußballer aus Ghana.

Als dann Miroslav Klose den erlösenden Ausgleich schaffte, keimte wieder ein wenig Hoffnung auf, aber in Stimmungswallungen kam das Volk nicht mehr. Wohl kaum jemand hatte erwartet, dass die Ghanaer derart stark gegen die Deutschen auftreten würden. „Gegen die USA müssen wir besser spielen“, konstatierte nach dem Schlusspfiff ein 16-jähriger Fan. Das bleibt am Donnerstag abzuwarten. Aber hingeschaut wird.

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