Prummerns Oktoberfest ist schwer zu toppen

Von: agsb
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Recht so, Herr Bürgermeister: Den Fassanstich bekommt Georg Schmitz mittlerweile passabel gemeistert. Foto: agsb

Geilenkirchen-Prummern. Da sage einer, die Jugend kann nicht feiern. Das 16. Oktoberfest der Vereinigten Ortsvereine Prummern feierte einen grandiosen Auftakt am Freitagabend. Besonders die Jugend feierte mit und sorgte für regelrechtes Wies’n-Fieber. Da strahlten nicht nur Herbert Bündgens, Christian Küppers und Christian Nobialek als Vertreter der Vereinigten Ortsvereine aus Prummern.

Gegen 21 Uhr war es soweit, das Oktoberfest konnte feierlich eröffnet werden. „Wir begrüßen unseren Bürgermeister Schorsch“, rief Herbert Bündgens durchs Mikrofon. Georg Schmitz hatte selbst vorgesorgt und seinen eigenen Holzhammer im Gepäck. Aus einigen Fehlschlägen bei Fassanstichen der Vergangenheit hatte er gelernt und nutzte nun außerdem einen massiven Messinghahn.

Mit nur einem Schlag klappte es zwar auch damit nicht, aber immerhin mit dreien. Nun wurde verkündet: O’zapft is! „Alle, die Durst und einen Krug haben, können hier Freibier erhalten, bis das Fass leer ist“, rief Bündgens, und im Handumdrehen hatte sich eine Riesenschlange gebildet. Das Fass war in Rekordzeit leer, die Bäuche voll.

Für Stimmung sorgten die Berchtesgardender Buam, die Allgäuer sind seit Jahren die Hauskapelle in Prummern. 2007 stiegen die fünf Musiker ins Geschäft ein, seit 2009 sind sie auch außerhalb des Bayernlandes aktiv. Das Quintett ist für jede Gaudi zu haben. So erfolgt jedes Jahr eine Wette zwischen Musikern und den Vereinigten Vereinen.

Im Vorjahr wurde sogar ein Karnevalszug mitten im September gestartet, die Wette scheiterte trotz grandiosen Umzugs sehr knapp. Zur Strafe musste Prummern nun im Festzelt auf Bayerisch singen – der vielleicht größte bayerische Chor nördlich der Alpen begeisterte die Buam.

Die neue Wettgaudi: „Ihr schafft es nicht, mindestens zehn Personen in den Trikots der NRW-Bundesligisten nebst dem FC Bayern präsentieren“, ließen die Buam wissen. Der Wetteinsatz der Buam: Gewinnen die Prummerner, sollen sie im kommenden Jahr am Oktoberfestfreitag in der Geilenkirchener Fußgängerzone spielen und Werbung für das Prummerner Fest machen.

Und siehe da: am Samstagabend war es soweit, die Bundesligaparade aus Prummern marschierte auf und ließ die Buam staunen. Somit spielen die Buam im kommenden Jahr in der Fußgängerzone Geilenkirchen – die Vorfreude ist jetzt schon riesig.

Zurück ins Hier und Jetzt: Im Festzelt erlebte Prummern auch an den folgenden Tagen ein echtes Wies’n-Spektakel mit bayerischer Atmosphäre und lustigen Spieleinheiten, auch eine Miss-Wahl sorgte für Stimmung. Am Sonntag ging das große Familienfest den ganzen Tag über weiter, erneut machte der Wahnsinn für drei Tage Halt. Fazit: Prummerns Oktoberfest ist schwer zu toppen.

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