Prumefest ist kulinarisches Event der besonderen Art

Von: Christina Kolodzey
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Fleißige, ehrenamtliche Helferinnen boten köstliche „Prumeflas“ an. Foto: Christina Kolodzey

Geilenkirchen-Hatterath. Alles drehte sich um köstliche Pflaumen, genauer gesagt Zwetschgen: Schon von weitem stieg den trotz des schlechten Wetters in Scharen herbeiströmenden Gästen der verführerische Duft von Waffeln mit heißen, beschwipsten „Prume“ und Sahne in die Nase und lockte sie zum Fest.

„Die sind super lecker und machen süchtig“, bekannte eine Besucherin, die mit ihren Freundinnen schon genüsslich ihre zweite Portion verputzt hatten. Die genauen Zutaten ihrer Kreation wollte die Waffelbäckerin Roswitha Beckers jedoch partout nicht preisgeben: „Betriebsgeheimnis“, meinte sie augenzwinkernd und kam kaum mit dem Backen nach, denn die Besucher standen Schlange an ihrem Stand, wo es auch Mini-Donuts zu schlemmen gab.

Bereits zum dritten Male feierte die Interessengemeinschaft des 450-Seelen-Dorfes das Prumefest „und es wird garantiert nicht das letzte sein – der Zuspruch ist riesig“, prognostizierte Anneliese Pommerening, Geschäftsführerin. „Wir haben 35 Prumefla bei unserem ortsansässigen Bäcker backen lassen und ihm mit vier ehrenamtlichen Mitarbeitern beim Ausstechen und Belegen geholfen, weil er es sonst nicht geschafft hätte“, erzählte sie.

Zwanzig weitere Helfer waren beim Fest dabei, und im geräumigen alten Feuerwehrhaus sowie auf dem Außengelände in drei großen Zelten hatten fleißige Hände alles liebevoll für dieses kulinarische Event vorbereitet und in der dunkelblauen Farbe der Prume dekoriert, sogar auf den Schürzen sah man sie abgebildet. „Früher hatte hier jeder Pflaumenbäume“, wusste Pommerening zu berichten, „und heutzutage halten wir im Dorf Versteigerungen ab, um sie wieder unter die Leute zu bringen und zum Anpflanzen zu ermutigen.“

Die Ernte sei in diesem Jahr schlecht gewesen, „aber davon haben wir uns nicht beeindrucken lassen und feiern trotzdem“, erklärte sie. Spezialitäten wie Pflaumenmarmelade, Pflaumenwein und Hochprozentiges – alles selbst gemacht – lockten zum Kauf, und am Grill, den Bernd Pommerening ehrenamtlich mit weiteren Mitarbeitern betreute, roch es appetitanregend nach Pflaumen im Speckmantel. „Bis spätabends ist hier was los“, wusste er, „und die Leute kommen auch aus den umliegenden Ortschaften.“

Das eingenommene Geld gehe in die Vereinskasse und sei für einen Schwerbehinderteneingang und eine ebensolche Toilette im alten Feuerwehrhaus, das der Interessengemeinschaft gehöre, vorgesehen. Auch an die Kinder hatte man beim Fest gedacht: Sie hatten Spaß bei einer Pflaumen-Schatzsuche, und die neunjährige Caitlin berichtete stolz: „Ich habe 29 Pflaumen gefunden!“

Außerdem konnte, wer wollte, an einem Glücksrad drehen, wo es schöne Preise zu gewinnen gab. Sara (13) war mit ihrem Opa gekommen und fand das Rad „einfach toll!“ Lilly Simon (4) aus Gillrath, die mit ihrer Zwillingsschwester Emily sowie Mama und Papa vor Ort war, vertrat dagegen entschieden ihre eigene Meinung zu den dunkelblauen Steinfrüchten: „Ich mag überhaupt keine Pflaumen!“

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