Prospex wird gegen die Stadt Geilenkirchen klagen

Von: st
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Geilenkirchen. Prospex, eine Tochter der Gangelter ViaNobis GmbH und der Lebenshilfe Heinsberg, hat gegen die Stadt Geilenkirchen eine Klage auf den Weg gebracht.

Dies erklärte am Donnerstag Edgar Johnen, Geschäftsführer der Lebenshilfe, gegenüber unserer Zeitung. Auf einem etwa 6700 Quadratmeter großen Gelände an der Ecke Friedrich-Krupp-Straße/August-Thyssen-Straße im Gewerbegebiet Niederheid entsteht derzeit eine rund 2000 Quadratmeter große Metallwerkstatt für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung. 100 psychisch Behinderte und etwa 25 Fachkräfte sollen dort einen Arbeitsplatz erhalten.

Das Grundstück für das insgesamt 2,3 Millionen Euro teure Projekt hat Prospex von der Stadt Geilenkirchen gekauft. „Es handelt sich um ein ehemaliges Kasernengrundstück. Bei den Arbeiten sind wir im Boden auf drei Bunker gestoßen. Damit haben wir nicht gerechnet“, erklärte Johnen. Rechnen musste er, wie er weiter erläuterte, mit dem Fund von Fundamentresten.

Dies sei auch im Notarvertrag so festgehalten. Bei der Herstellung der Bodenplatte für die Werkstatt sei durch den Fund der Bunker ein erheblicher Mehraufwand entstanden. Diesen Mehraufwand bezifferte Johnen mit 37 000 Euro. Und diesen Betrag fordert Prospex von der Stadt Geilenkirchen zurück. Dass man im Boden auf Bunker stoßen würde, sei der Stadt bekannt gewesen, argumentiert Johnen.

„Die Stadt vertritt nun die Auffassung, wir seien unterrichtet worden. Wir sind aber von Fundamentresten ausgegangen. Und Bunker sind keine Fundamentreste“, stellte Johnen die Sicht von Prospex dar.

Der Aufforderung, die Bunker zu entfernen, sei die Stadt nicht nachgekommen, es sei zeitweise zu einem Baustopp gekommen. Die Verantwortlichen der Stadt Geilenkirchen hätten argumentiert, die Beseitigung der Bunker sei nicht ihre Aufgabe. Eine Einigung, so bedauerte Johnen, scheine nach Gesprächen mit mehreren Verantwortlichen der Stadt nicht möglich zu sein. „Prospex arbeitet mit öffentlichen Geldern, und wir vertreten öffentliche Interessen. Das Geld fehlt uns nun in unserem Finanzierungsbudget für die Werkstatt“, so Johnen.

Derweil will Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz erst einmal die Klageschrift abwarten und einer genauen Prüfung unterziehen. Aber spontan beantwortet er die Frage, ob mit Fundamentresten auch Bunker gemeint sein können: „Beton ist Beton.“

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