Projektwoche der KGS Übach:Beim Breakdance geht die Post ab

Von: Renate Kolodzey
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Turnhalle proppenvoll: Die Kinder der KGS Übach präsentieren mitreißende Choreographien. Foto: Renate Kolodzey
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Wir bewegen Schule: Tanzlehrer Patrick Decavele, Schulleiterin Irmgard Pollex, Musiker Julius Nartey und Sportpsychologe Silvester Kinuka (von links) haben eine besondere Projektwoche auf die Beine gestellt. Foto: Renate Kolodzey

Übach-Palenberg. Die ganze Katholische Grundschule Übach mit sage und schreibe 218 Schülern tanzt. Das jedenfalls zum Abschluss einer besonderen Projektwoche, die sich mit dem Thema „Tanz und Bewegung“ beschäftigt hatte. Schulleiterin Irmgard Pollex erklärt: „Wir machen alle vier Jahre ein Projekt – diesmal die Bewegungswoche.“

Organisiert und finanziert wurde sie vom Schulverein und der Vorsitzenden Andrea Krift, die auch den Kontakt zur Initiative „Wir bewegen Schule“ mit drei professionellen Tanzlehrern hergestellt hatte. Patrick Decavele (35), Gründer des Ensembles, ist belgischer Tanz-Autodidakt mit philippinischen Wurzeln und lebt in Kassel.

Er und seine Kollegen Silvester Kinuka, Sportpsychologe aus Düsseldorf, und Julius Nartey (43), professioneller Musiker aus Ghana, wohnhaft Kevelaer, übten mit den Schülern Choreographien zu verschiedenen Tanzstilen ein. Hip-Hop, Modern Dance, Breakdance und African Dance brachten sie ihnen bei, teils in jahrgangsübergreifenden Gruppen.

Muntere Akteure zeigen Leistung

Die Kinder hatten in jener Woche Riesenspaß und freuen sich nun, das Erlernte in zwei Vorführungen ihren Eltern, Großeltern und Geschwistern zu präsentieren. „Bei dem Andrang müssen wir fast die Turnhalle schließen!“, freut sich auch die Schulleiterin. Zwei riesige transportable Musikgeräte, sogenannte „Ghettoblaster“, haben die Künstler mitgebracht. Damit füllen sie klanglich bestens den weiten Raum der Halle.

Nacheinander stürmen nun die einzelnen Tanzgruppen herein und zeigen, was sie gelernt haben. Alle tragen weiße T-Shirts mit dem Namen und Foto ihrer Schule sowie meist schwarze Hosen, so dass sich optisch ein ruhiges, einheitliches Bild ergibt und nichts Buntes von den tänzerischen Qualitäten der jungen Truppe ablenken kann.

Die munteren Akteure drehen sich, springen hoch, gehen in die Knie – alles im Takt zur Musik und unter dem rhythmischen Klatschen des Publikums. Mit ihren Körpern bilden sie „Brücken“, indem nur Hände und Füße den Boden berühren, der übrige Körper dagegen in die Höhe gestreckt wird – mit dem Rücken nach unten.

Noch mehr temperamentvolle Akrobatik haben sie zu bieten: Sie schlagen Rad, gehen in den Spagat, machen Kopfstand, so dass vielen Gästen schon beim Zusehen schwindelig wird. Dabei bilden sie immer wieder schöne Formationen: Beispielsweise macht ein Kind einen Kopfstand, und die anderen drapieren sich im Kreis auf dem Boden liegend drumherum, stützen sich lediglich auf einen Fuß und einen Arm und strecken den zweiten Arm hoch in die Luft.

Auch beim Breakdance zu Rap-Songs geht bei den Jungs und Mädels die Post ab: Auf die Hände gestützt, werden die Beine nach hinten hoch in die Luft geworfen, seitlich in die Höhe gehievt oder mit verschränkten Armen in gebückter Position nach vorne geschleudert. Bei den Hebefiguren und Pyramiden mit bis zu neun Kindern fragt sich manch einer, woher die jungen Mitwirkenden bloß die Kraft dazu haben. Immer erntet die kesse Meute donnernden Applaus und Begeisterungspfiffe.

Cooles Lied über die KGS

Die Kinder tanzen sogar nach Trommelklängen ihres ghanesischen Tanzlehrers Julius Nartey und singen dazu in der Sprache „Ga“ seines Heimatlandes. Auch ein Lied über die KGS intonieren die Schüler ganz cool, so dass die Zuschauer am Schluss die vielen temperamentvollen Akteure nicht ohne Zugabe gehen lassen und sich anschließend alle an den leckeren Köstlichkeiten des Fördervereins stärken.

Die zehnjährige Janice Thijssen resümiert: „Das Üben hat uns viel Spaß gemacht. Wir haben täglich zwei Stunden geprobt und konnten uns alles schnell merken.“ Auch die achtjährige Sarah Hirtz lobt die Tanzlehrer: „Sie haben uns das gut beigebracht!“

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