Projekt Kultur im Krankenhaus zeigt Werkschau von Karl-Heinz Kißner

Von: Georg Schmitz
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Für Professor Dr. Karl-Heinz Kißner ist der Personalcomputer (PC) das Atelier, und gerne erklärt er den Besuchern im Geilenkirchener Krankenhaus die von ihm ausgestellten Werke. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Vor 14 Jahren betrat die Kunstinitiative „KIK“ noch Neuland. KIK steht für „Kultur im Krankenhaus“, und die ehrenamtlich tätige Gruppe um Hausseelsorger Meinolf Schrage hat es sich auch nach über einem Jahrzehnt zur Aufgabe gemacht, den Klinik-Alltag „kunstvoll“ aufzuwerten.

So wurden bisher unzählige Werke zahlreicher Kunstschaffender im St.-Elisabeth-Krankenhaus einer breiten Öffentlichkeit und darunter besonders auch den Patienten und Bediensteten des Hospitals zugänglich gemacht.

Die jetzt eröffnete 53. Ausstellung hat ihren besonderen Reiz, denn erstmals wurde die ohnehin große Bandbreite der bisherigen Kunstformen und Techniken um Computergrafiken bereichert. Unter dem Titel „Spiel der Formen und Farben“ präsentiert Professor Dr. Karl-Heinz Kißner bis zum 15. April im Lichthof der Stationen C3/B3 einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens.

Der 1942 in Sachsen geborene und in Heinsberg lebende Universitätsprofessor hat sich früh mit digitalen Medien beschäftigt und malt alle seine Bilder am Computer. „Mein Räume sind sauber, ohne Farbkleckser, denn der PC ist mein Atelier“, lässt Kißner wissen.

Karl-Heinz Kißner sei der Erste, der reine PC-Arbeiten präsentiere, hatte KIK-Sprecher Johannes Bindels in seiner Begrüßungsansprache vor vier Dutzend Gästen gesagt. Er verwies auf das Spiel mit Formen und Farben wodurch sich eine Synthese aus Kultur und Natur offenbare. „Das Bild hat das letzte Wort“, sagte Bindels und wünschte einen bereichernden Abend im Gespräch wie auch im Dialog mit den Bildern.

„Die Kunst ist es, mehrere Grafikprogramme zu kombinieren“, erklärte Karl-Heinz Kißner das Zustandekommen der bunten Digitalwerke. Es dauere seine Zeit, bis man die Techniken beherrsche. „Jetzt, nach acht Jahren, kann ich gut damit umgehen“, so Kißner. Der PC-Künstler malt, gestaltet und verfremdet die Bilder ausschließlich am Computer und daraus entsteht eine Farbenpracht, die ihresgleichen sucht.

„Die 40 Bilder, die Sie heute Abend sehen, sind alle thematisiert aus bestimmten Situationen“, ließ Kißner wissen. Da habe seine Ehefrau Karin einmal gesagt „das ist Chaos pur“. Dies sei der Auslöser für sein Werk „Chaos“ gewesen, dass auch im Krankenhaus zu sehen ist. Anderes Beispiel: „Die haben keinen Durchblick“, habe er im Fernsehen gehört und das inspirierte den Künstler zu dem Bild „Durchblick“. Derartige Schlagwörter seien nicht selten die Basis für seine Werke.

Kißner malt am PC mit Pinsel, Spachtel und anderen Werkzeugen und nutzt primär die Grafikprogramme Corel-Painter, Corel-Draw und Photoshop. Das zuerst auf dem Monitor sichtbare Ergebnis druckt er aus, wobei ihm 60 verschiedene Papierarten zur Verfügung stehen.

Der Heinsberger Künstler spielt mit Formen und Farben, das zeigt sich beim Betrachten seiner Bilder deutlich. Der 71-Jährige ist sicher, dass sich die noch junge digitale Kunst ihre Welt erschließen wird. „Kunst und Computer sind meiner Meinung nach schon längst nicht mehr voneinander zu trennen“, so Karl-Heinz Kißner.

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