Projekt Jugendkalender 2013 appelliert an Jugendliche mit wachem Blick

Von: Wilfried Rhein
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Ist das der „schönste Platz
Ist das der „schönste Platz” in der Stadt? Draußen oder drinnen, Winter oder Sommer, Action oder Stille - der Jugendkalender 2013 sucht viele Motive von Jugendlichen unter 18 Jahren. Foto: imago/Blickwinkel

Geilenkirchen. Chillen am Markt oder Abhängen im Wurmauenpark? Die Jugendlichen haben in der Stadt ihre gewohnten Treffpunkte. Lassen sie sich dabei von Kumpel oder Freundin leiten? Sind es vielleicht, gewollt oder nicht, Lieblingsplätze geworden?

Selbst wenn man sie nicht täglich aufsuchen kann oder möchte - sie gehören zum persönlichen Stadtbild. Zwölf dieser Motive sollen einen besonderen Jahreskalender 2013 zieren. Die Jugend der Stadt soll die Motive vorgeben.

Die Idee dazu kam aus der so genannten Zukunftswerkstatt im vorigen Herbst, in der in breiter Runde über die Entwicklung neuer Projekte gesprochen wurde. Ein Stichwort regte den Kreis auf: Es gab Beschwerden seitens Jugendlicher über die „Qualität” der Stadt. Was fehlt denn, wie wird diese Qualität gemessen? Antwort auf die Gegenfrage erhoffen sich die Ideengeber von möglichst vielen Fotos mit Beschreibungen, die alle jungen Menschen Geilenkirchens unter 18 Lebensjahren abliefern können. Zeitgemäß auf digitalem Weg, versteht sich.

„Dabei müssen wir gar nicht das Rad neu erfinden”, erklärt Domenico Caruana das denkbar einfache Verfahren, das der Kalender-Idee zugrunde liegt. „Gibt es wirklich nur die Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den jungen Leuten, entweder City oder Halfpipe, oder wohin gehen die Vorstellungen?”, fragt der Familienhelfer, der aus einem externen Büro die Stadt Geilenkirchen in Fachfragen berät.

Entworfen hat den Vorschlag eine Gruppe aus der Zukunftswerkstatt, der neben Domenico Caruana auch Irmgard Baldes angehört, die Leiterin des Jugendtreffs Oase/NewCome zwischen Rathaus und Marktkirche. Am Tisch der Projektförderer saßen zudem Robin Funken aus der Jugend der Schützen in Waurichen sowie Peter Barwinski, Leiter des Jugendheims Franz von Sales. Helfer sind auch Alina Heutz, Gesamtschulpädagoge Daniel Bani-Shoraka und Kathi Kleinen, vom DRK-Sozialdienst im Stadtjugendring.

Allen Beteiligten ist es ein Anliegen, ein paar Lösungen zu bekommen für das Problem, was „jugendgerecht” heißt und warum es so sein muss. „Eine Aktion mit Fotos fördert das bewusstere Betrachten der Umgebung”, sagt Irmgard Baldes. „Und diese Informationen müssen auch fließen”, betont Peter Barwinski. „Denn Geilenkirchen muss natürlich attraktiver werden”, so der Jugendtreffleiter, „weil es für die Identifikation der Jugendlichen mit ihrer Stadt wichtig ist.”

Welche Plätze finden Jugendliche cool? Oder was muss an Ausstattung etc. geschehen, dass der Platz dieses Prädikat verdient? Gerne aber auch ablichten, was schon „gut” ist, schwebt den Kalender-Machern vor. Und das in allen Jahreszeiten und in sämtlichen Stadtteilen - wer möchte. „Die Jugendliche haben die Chance zu zeigen, was an Motiven möglich ist”, fordert Robin Finken zur Teilnahme auf. „Dabei ist eine Bestandsaufnahme ebenso erwünscht wie auch die Anregung zu Verbesserungen.”

Kreativität haben schon Andrea (17) und Paul (16) gezeigt. Die beiden Geilenkirchener Schüler haben die Plakate und Flyer entworfen, mit denen für das Kalenderprojekt geworben wird, für den etwas anderen Blick auf seine Umgebung, auf seinen Lieblingsort.

Der Jugendkalender 2013 wird klassisch mit einem Motivblatt pro Monat und Darstellung der Wochen- und Feiertage hergestellt, getragen von einem Papprücken und mit einem Deckblatt versehen. Das Format wird in A-3 ausgelegt, wobei noch offen ist, ob sich Hoch- oder Querfromat durchsetzt.

Die Motivauswahl der Fotografen wird das miteintscheiden, sagt die Jury aus der Zukunftswerkstatt. Darüber wird am Oktober 2012 befunden, wenn die Meldefrist abgelaufen ist.

Alle Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr können mitmachen und bis zu zwölf Motive plus Bildbeschreibung und Grund der Motivwahl mailen an: jugendkalender_gk@yahoo.de

Die Fotos sollen die übliche Pixeldichte haben. Der/die Fotograf/in wird mit dem Produkt namentlich genannt und bekommt einen Kalender als Anerkennung; die Auflage liegt bei 500 Stück, abzugeben gegen Schutzgebühr. Finanziert wird das Projekt aus Mitteln des Programms „Toleranz fördern...”

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