Projekt „Gangway“: Ein interkultureller Blick nach vorne

Von: g.s.
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Interkulturelles Frühstück im „Café Vielfalt“. Hier treffen sich jede Woche rund zwei Dutzend Frauen aus verschiedenen Herkunftsländern. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Menschen aus verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen einander näher bringen ist ein Schwerpunkt des Projektes „Gangway“ des Diakonischen Werkes Jülich. Vor drei Jahren ging „Gangway“ an den Start und seitdem hat sich viel getan.

Grund genug, um zum Ende der dreijährigen Projektphase am 31. Oktober im Rahmen eines interkulturellen Frühstücks im „Café Vielfalt“ in der GGS Geilenkirchen auf das bisher Geleistete zu schauen und einen Blick in die Zukunft zu wagen.

Herbert Hamann, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes konnte Bürgermeister Thomas Fiedler begrüßen, der voll hinter dem Projekt steht. Die „Ausbildung“ von Integrationslotsen lag Projektleiterin Barbara Kramer von Beginn an am Herzen. Diese schrittweise an ihre Aufgabe heran geführten Ehrenamtlerinnen sollen Mitbürger und Mitbürgerinnen mit Migrationshintergrund bei der Bewältigung des Alltags in Deutschland zur Seite stehen.

Bei Behördengängen beispielsweise zum Jobcenter, Sozialamt, Jugendamt, Gesundheitsamt und zu Kreditinstituten bedarf es besonderer Hilfe. Zwischenzeitlich sind viele Kontakte entstanden, Berührungsängste und Vorbehalte konnten im Miteinander und gemeinsamen Tun abgebaut werden. Ein zentraler Treffpunkt ist das im Jahre 2011 in Kooperation mit der GGS Geilenkirchen, den städtischen Kitas Bauchem und Teveren, der KGS Teveren und dem AWO-Familienzentrum Geilenkirchen ins Leben gerufene interkulturelle „Café Vielfalt“ in den Räumen der Gemeinschaftsgrundschule Geilenkirchen.

Hier treffen sich jede Woche rund zwei Dutzend Frauen aus Geilenkirchen und Übach-Palenberg mit Herkunftsländern Äthiopien, Kroatien, dem Kongo, Marokko, Rumänien, Sri Lanka, Russland, Serbien und der Türkei und tauschen sich in lockerer Runde aus. „Im Café Vielfalt wurden schon viele interkulturell förderliche Prozesse initiiert“, erzählt Barbara Kramer. Dazu zählten die Isolationsunterbrechung der Migrantinnen, Sprachförderangebote, Erkundung des Lebensraumes, Vermittlung von Frauen in Sprachintegrationskurse und vieles mehr.

Auch die Begleitung von Familien beim Übergang von Kindergarten zur Grundschule gehört zu den Angeboten. Geilenkirchener Frauen mit Zuwanderungsgeschichte besuchen seit 2012 die einmal monatlich stattfindenden Frauentreffen in der Moschee in Übach-Palenberg.

Daraus haben sich viele freundschaftliche Kontakte über Stadtgrenzen hinaus entwickelt. Auch die Angebote zu Erziehungsfragen und zu Gesundheitsthemen werden gut angenommen. Zehn ehrenamtliche Integrationslotsen erhielten zwischenzeitlich ihr Zertifikat und nahmen ihre Arbeit auf. Zwei Integrationslotsinnen begleiten das Café Vielfalt und bieten für Migrantinnen auch PC-Kurse an. „Gangway wird durch unsere Integrationsagentur fortgeführt, das Café Vielfalt bleibt erhalten“, konnte Diakonie-Geschäftsführer Herbert Hamann erfreuliches mitteilen.

Barbara Kramer wird allerdings eine andere Stelle bei der Diakonie in Erkelenz antreten. Ihre Nachfolgerin Natalia Braun stellte sich beim interkulturellen Frühstück vor.

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