Profikoch Markus Reichardt zu Gast in der Kontakt- und Beratungsstelle

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Markus Reichardt (2.v.l.) vom Partyservice „Schneebesen“ kochte gemeinsam mit dem Team des Bistros im Treffpunkt der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen Übach-Palenberg ein leckeres Menü.

Übach-Palenberg. Geschäftiges Treiben herrscht in der Küche im „Treffpunkt“ der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen des Caritasverbandes für die Region Heinsberg in Übach-Palenberg. Das Küchenteam hier hat alle Hände voll zu tun, um bis 17 Uhr fertig zu werden. Denn dann kommen rund 35 Besucher, die im Gruppenraum, der jeden Montag in ein Bistro mit liebevoll dekorierten Einzeltischen umfunktioniert wird, bewirtet werden wollen.

Während die einen Zwiebeln schneiden und Gemüse putzen, umwickeln die anderen Fleisch mit Speck. Als Profi wacht Markus Reichardt vom Service „Schneebesen“ und Chefkoch des Krankenhauses Geilenkirchen über jeden Arbeitsschritt, gibt nützliche Tipps bei der Zubereitung und legt immer wieder selber Hand an. Zur Unterstützung hat er Jungkoch Pascal mitgebracht.

Es ist das erste Mal, dass ein Profi als Gastkoch das Bistro der Kontakt- und Beratungsstelle besucht. „Wir haben voriges Jahr damit begonnen, Gastköche einzuladen“, erzählt Traudel Reissmüller von der Kontakt- und Beratungsstelle. Dabei habe es sich bisher um Kollegen oder Besucher der Kontakt- und Beratungsstelle gehandelt. „Nun haben wir zum ersten Mal den Schritt nach draußen getan und einen Profikoch eingeladen.“ Markus Reichardt habe sofort zugesagt, um ehrenamtlich in seiner Freizeit im Treffpunkt zu kochen.

Für das Team sei es sehr spannend, einem Profi über die Schulter zu gucken. Dies bestätigen Dagmar Jentgens, Johanna Koch, Sinika Fahr und Gerda Heinrichs, die zum ehrenamtlichen Kochteam gehören. „Das ist wie eine Fortbildung“, sagen sie begeistert. Denn Markus Reichardt zeige ihnen neben nützlichen Handgriffen, wie man ein Menü ohne Stress abwechslungsreich und schmackhaft zubereiten kann.

Alle sind gespannt wie das Menü aus Bruschetta, Variationen vom Duroc-Schwein, Kartoffelgratin mit Gemüse der Saison und einem Dessert bei den Besuchern ankommen wird.

Bereits seit fünf Jahren besteht das Bistro als ein internes Angebot neben vielen anderen der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen. Die Idee sei damals entstanden, um ein gemeinsames Angebot für die Menschen der benachbarten neu eingerichteten Tagesstruktur der Gangelter Einrichtungen, des Betreuten Wohnens und der Kontakt- und Beratungsstelle vorzuhalten, damit sie untereinander in Kontakt kommen sowie sinnvoll am Abend ihre Freizeit gestalten, erklärt Traudel Reissmüller.

Um den Ablauf kümmert sich mittlerweile ein festes Team freiwilliger Mitarbeiter, bestehend aus Besuchern des Treffpunkt und Klienten des Betreuten Wohnens, das im Vorfeld den Einkauf übernimmt, ab 15 Uhr nach einem Monatsplan für die zirka 35 Besucher kocht und im Bistro serviert und kassiert.

„Wir wollen orientiert an der Normalität, jedoch im geschützten Rahmen unter unserer Begleitung unsere Besucher dabei unterstützen, ihre Fähigkeiten und Stärken in den Blick zu nehmen und zu entwickeln, ihre Belastbarkeit zu erproben und ein stabiles Selbstwertgefühl aufzubauen“, formuliert Traudel Reissmüller das Ziel. Es habe sich gezeigt, dass das Team hoch engagiert seiner Arbeit nachgehe.

Auch Koch Markus Reichardt ist voll des Lobes. „Alle sind wissbegierig und sehr motiviert.“ Und so hat er kurzerhand das Team dazu eingeladen, auch einmal seine Großküche im Krankenhaus zu besichtigen.

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