Proben für den Ernstfall: St. Ursula in Flammen

Von: Georg Schmitz
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Vor der historischen Kulisse der alten Gemäuer von St. Ursula wurden Drehleiter und Löschfahrzeuge in Stellung gebracht, damit die Feuerwehrleute für den Ernstfall üben konnten. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Freitagabend, 18.29 Uhr. Die Sirenen heulen und alarmieren die Löschzüge 1 und 2 der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen. Aus dem zum alten Klosterbestand gehörenden Trakt K des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula, mitten im Stadtzentrum, steigt dichter Rauch in die Höhe. Als die ersten Feuerwehrleute mit den Löschfahrzeugen in den Kreisverkehr am Marktplatz einfahren, sehen sie bereits Flammen aus dem Dach schlagen.

Es ist Eile geboten, denn in dem Gebäude soll sich noch eine Schulklasse befinden. Während die Löscheinheiten Teveren und Gillrath-Hatterath auf der Anfahrt sind, bereiten die Kräfte der Löscheinheiten Geilenkirchen und Süggerath die ersten Maßnahmen vor. Die Drehleiter wird in Stellung gebracht und über das Hilfeleistungslöschfahrzeug (früherer Name: Tanklöschfahrzeug) die erste Wasserversorgung sichergestellt.

Nach und nach treffen weitere Fahrzeuge ein, zusätzliche Schlauchleitungen werden an Hydranten angeschlossen. Über Innen- und Außenangriff nehmen die Wehrleute die Brandbekämpfung vor und können letztendlich ein Übergreifen der Flammen auf andere Teile der verwinkelten Gebäudeensembles verhindern.

Das besondere Augenmerk legen die Feuerwehrleute anfangs auf die Menschenrettung, denn den Schülern im zweiten Obergeschoss bleibt wegen des verqualmten Treppenhauses der Weg nach draußen versperrt.

So werden die Jugendlichen und ihre Lehrerin über die Drehleiter von der einen und über Steckleitern von der anderen Seite des Gebäudes aus ihrer misslichen Lage gerettet. Am Ende gab es keine Verletzten und das Feuer konnte gelöscht werden.

Alarmübung

Das Szenario der Alarmübung, bei der wie bei einem echten Brand die Sirenen ausgelöst werden und die Löschfahrzeuge mit Einsatzsignalen den Übungsort anfahren, hätte realistischer kaum sein können. Viele Passanten hielten die Übung für einen echten Brand und waren erstaunt, als sie hörten, dass dies nicht der Fall war.

Bastian Mänz, Lars Speuser und Marco Bleidießel hatten die Übungslage ausgearbeitet. Demnach war es im Technikraum zu einem Entstehungsbrand gekommen, der sich über die Lüftungsanlage im Dachgeschoss über der Aula ausgebreitet hatte. Mit einer Nebelmaschine wurde der Rauch realistisch dargestellt, als Statisten für die zu rettenden Personen hatten sich Jugendliche des Schulsanitätsdienstes zur Verfügung gestellt. Sogar eine Betreuungskomponente des Malteser Hilfsdienstes Geilenkirchen stand am Feuergerätehaus bereit. Nach der etwa einstündigen Übung unternahmen die Führungskräfte der Geilenkirchener Feuerwehr eine Objektbegehung.

Bei der Auswertung kamen auch kleine Problemchen zur Sprache – man arbeitet stets an der Optimierung der Abläufe. Sinn und Zweck von Übungen ist es ohnehin, Szenarien durchzuspielen, um in einem Ernstfall bestens gewappnet zu sein.

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