Prinzenproklamation: Dirk I. auf dem Thron

Von: Georg Schmitz
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GKV-Ehrenpräsident Franz-Michael Jansen hieß das närrische Besuchervolk bei der Prinzenproklamation des Geilenkirchener Karnevalsvereins willkommen. Foto: Georg Schmitz
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„Der kleine Prinz zieht mit Radau – von Teveren bis GeilHüNieBau“: So lautet das Motto von Dirk I. und seiner Irene I. (Stegemann).

Geilenkirchen. Noch vor wenigen Jahren hätten die Bürger dem Geilenkirchener Karnevalsverein (GKV) eine Wiedergeburt von derartigem Ausmaß nicht zugetraut. Doch wie „Phönix aus der Asche“ erhoben sich die Innenstadtnarren und stehen aktuell in voller Blüte und personell gestärkt da.

Nach nur wenigen Tanzmariechen vor sechs Jahren sind es nun 27 Mädels und ein Junge, die zum Gelingen einer jeden Veranstaltung beitragen. Daneben hat sich auch die Anzahl der aktiven erwachsenen Mitglieder deutlich erhöht, so dass sich bei der Prinzenproklamation in der Luna Lounge rund 60 Uniformierte auf der Bühne präsentierten. Und der GKV hat für die Session 2014/2015 auch wieder ein Prinzenpaar.

Die neuen Tollitäten galt es am Wochenende auf den Thron zu hieven. Dazu hatten sich rund 400 Besucher in der Narrhalla von Dirk Fiegen in Niederheid eingefunden. Das Fanfarenkorps „Rote Funken“ der KG „Würmer Wenk“ führte den Geilenkirchener Karnevalsverein auf die Bühne, und schon hierbei war die gestiegene Zahl der aktiven Narren auffallend. Blau-gelbe Kostümierung dominierte, und das ist bekanntlich den Stadtfarben geschuldet. Bei den Tanzmariechen mischten sich aber auch ein paar grün-weiße Kostümchen darunter.

GKV-Ehrenpräsident Franz-Michael Jansen hieß das närrische Besuchervolk willkommen und versprach eine tolle, von überwiegend eigenen Kräften gestaltete Sitzung. Gleich zu Beginn zeigten neben Solomariechen Lea Barwasser sowie Tanzpaar Lara Fischer und Henry Goertz auch die Tanzgarden ihre neuen Choreografien. Angekündigt wurden sie von Jugendleiterin Katja Fischer, die mit Conny Banzet, Nena Geiser und Carola Kannengießer die anderen Trainerinnen der quirligen Mädchen und Jungen vorstellte.

Henry Goertz war als einziger Youngster der „Hahn im Korb“ und durfte sich bei der Verteilung von Geschenken direkt im Bützen üben. Der Dank von Franz-Michael Jansen galt auch Jasmin Barwasser, die viel Arbeit im Hintergrund leiste.

Zahlreiche Bützchen

Nach den ersten Tanzdarbietungen trommelte und blies das Fanfarenkorps „Rote Funken“ noch einmal zum Einmarsch. Hinter den Musikern bahnte sich das Prinzenpaar den Weg zur Bühne, deren Ankunft wegen der zahlreichen zu verteilenden Bützchen eine Weile dauerte. In Begleitung einer Zwergengruppe aus Teveren marschierten Dirk I. und Irene I. durch das Spalier stehende und schunkelnde Volk. „Alaaf ihr Narren ! Ich tue euch kund: Wir haben wieder ein wunderschönes Prinzenpaar“, rief Franz-Michael Jansen ins Mikrofon. „Ist er von Körperwuchs auch klein, ein großer Prinz so wird er sein“, machte der Präsident klar.

Auf die körperliche Größe des neuen Prinzen Dirk Stegemann hatten es an diesem Abend einige abgesehen. So stellte der GKV dem neuen Prinzen nach der Überreichung von Prinzenkette und -kappe sowie Zepter ein kleines Bänkchen zur Verfügung. Dirk Stegemann machte jeden Spaß mit, hat er doch selber das diesjährige Sessionsmotto vorgeschlagen: „Der kleine Prinz zieht mit Radau – von Teveren bis GeilHüNieBau“. Diese Buchstabenkombination bedurfte einer Erklärung durch den Präsidenten, der darauf hinwies, dass der Stadtkern aus den Ortsteilen Geilenkirchen, Hünshoven, Niederheid und Bauchem bestehe.

Anspielung auf die Körpergröße

Jansen stellte das in Teveren wohnende Prinzenpaar Dirk und Irene Stegemann kurz vor und verwies auf die karnevalistische Vorbelastung. Prinzessin Irene komme aus Aachen und sei dort viele Jahre aktiv in der KG „Rübezahl Silesia 1975“ tätig gewesen. Dirk Stegemann hat sich vom Karnevalbazillus seiner Ehefrau und des Sohnes Nils anstecken lassen. Letzterer war vor zwei Jahren Kinderprinz des GKV. Der Zwergenstaat, mit dem das Paar auf die Bühne marschierte, war natürlich auch eine Anspielung auf die Körpergröße des Prinzen.

Dirk I. wollte seine Prinzenrede halten, hatte diese aber zu Hause vergessen. Doch auch so fand er ein paar nette Worte: „Vielen Dank an meine Frau, dass sie so einen tollen Mann hat wie mich“, hatte er sofort die Lacher auf seiner Seite.

Toller Showtanz

Mit einem Prinzenlied werden Dirk und Irene durch die Session ziehen, und das stellten sie an diesem Abend vor.

Der Prinzenorden, der auch erstmals verteilt wurde, harmoniert exakt mit dem GKV-Sessionsorden. Als Adjutanten stehen Claudia Merx und Robert Peters den Tollitäten nun ein Jahr lang zur Seite.

Nachdem sich das Paar unter die Gäste gemischt hatte, schnappte sich der Niederländer Ronny Ron sein Akkordeon und hielt die Gäste mit Stimmungsliedern bei Laune. Nach einem tollen Showtanz der sechs Frauen und ebenso vielen Männern von „Quick n´ Easy“ versammelten sich die befreundeten Karnevalsvereine des KGKG und Vertreter des Verbandes Aachener Karnevalsvereine auf der Bühne, um Orden und Bützchen zu verteilen.

Den musikalischen Abschluss bildete die Stimmungsgruppe „Op Kölsch“ aus Wegberg.

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