Übach-Palenberg - Prekäre Haushaltslage der Stadt ist das Thema Nummer eins

Prekäre Haushaltslage der Stadt ist das Thema Nummer eins

Von: mabie
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Mehr als 500 Gäste kamen zum mittlerweile 32. Bürgerempfang der Stadt Übach-Palenberg im weiten Rund des Pädagogischen Zentrums (PZ).

Übach-Palenberg. Die Rede war kürzer, die Struktur war neu: Beim aktuellen 32. Bürgerempfang der Stadt Übach-Palenberg am Samstag im weiten Rund des Pädagogischen Zentrums (PZ) an der Comeniusstraße war einiges anders als in den Jahren zuvor.

Dennoch lauschten die mehr als 500 Gäste am Samstagvormittag den Worten von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, der im Beisein von Vertretern aus Rat und Verwaltung der Stadt, Angehörigen von Polizei, Feuerwehr und Militär sowie Vertretern von Anstalten öffentlichen Rechts, aus Wirtschaft und Kultur nicht nur zu einem kurzen Jahresrückblick auf 2012 ansetzte.

„Nach der Kommunalwahl haben wir hart gearbeitet, um das Ziel, eine Richtungsänderung der Ein- und Ausgabenpolitik, zu erreichen“, ging der Verwaltungschef gleich zu Beginn auf das „Thema Nummer eins“, die Finanzen, ein. Langfristige Schulden würden langsam, aber nachhaltig abgebaut; aber zusätzliche Steine würden Kämmerer Björn Beeck beispielsweise in den Weg gelegt, wenn mehr als eine halbe Million Euro weniger vom Land – allein bedingt durch eine systematische Änderung – fließen.

„Für uns bedeutet dies nichts anderes als weiter zu sparen und neue Sparfelder aufzutun“, meinte Jungnitsch. 2016 soll es dann soweit sein, ein echter Haushaltsausgleich ist seitens der Stadt fest eingeplant, das Ende der Schuldenspirale soll so erreicht werden.

Einen kleinen Seitenblick auf die Arbeit im Rat ersparte der Bürgermeister den Anwesenden nicht. Denn die Redekultur in diesem entscheidenden Gremium habe nach Ansicht vieler gelitten, „wir sollten uns einer Redekultur bedienen, die der Sache und nicht der Profilierung dient“. Neben Rück- und Ausblick benannte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch noch 14 aktuelle „Baustellen“, auf die er näher einging. „Vorsichtig optimistisch“ schätzte der Erste Bürger die Lage beim Streit um die Derivate ein. Die einzigartige Geschichte von der „Klangbrücke“ ist auch noch nicht zu Ende geschrieben, so darf sie seit Frühjahr 2012 immerhin genutzt werden, alles Weitere wird der Ausgang des noch laufenden Verfahrens zeigen.

Gleiches gilt für die Waschkaue, die aber mittlerweile immer wieder für größere Veranstaltungen genutzt wird, wie zum Beispiel für das Benefiz-Spektakel „Let’s Party 2“.

Erfreuliche Baustellen sind das Einkaufszentrum am Wasserturm sowie die Erweiterung des städtischen Wirtschaftsangebotes um eine riesige Backwarenfabrik.

„Viele hunderttausend Euro“ müssen nach Worten Jungnitschs für neue Fenster in den Schulen eingeplant werden, neue naturwissenschaftliche Räume müssen her. Und einen Unterhaltungsstau mit voraussichtlichen Investitionen in Höhe von 13 Millionen Euro hat die Stadt auch vor der Brust.

Wie auch kleinere Elemente sich positiv auswirken, zeige die Planung der Wirtsleute Astrid und Albert Spiertz, am Übacher Rathausplatz „Nägel mit Köpfen“ zu machen. Dort werde das vorhandene Provisorium durch einen architektonisch reizvollen Ergänzungsbau ersetzt. Auf die Kinderbetreuung in der Stadt würden sich die aktuellen Planungen positiv auswirken: Die Zahl von derzeit 689 Kita-Plätzen soll noch gesteigert werden. Im Straßenbau seien, so Jungnitsch, in diesem Jahr dringend notwendige Arbeiten in der Thornstraße, der Klosterstraße und der Schulstraße vorgesehen.

Im Rathaus gespart

„Vieles ist wünschenswert, aber das Machbare wird ausschließlich durch die engen finanziellen Grenzen unseres Haushaltes vorgegeben“, kommentierte der Bürgermeister. Optimierungen mit dem Ziel, Kosten zu sparen, gibt es auch im Rathaus, wo 2012 drei Stellen gestrichen wurden. Kosten sollen auch dadurch gespart werden, dass die Zahl der freiwilligen Ausschüsse auf zwei reduziert wird.

Lob gab es für das Engagement der vielen freiwilligen Kräfte sowie der Vereine, die gemeinsam mit dazu beitragen würden, auch in finanzschwachen Zeiten eine lebenswerte Stadt zu erhalten. So etwa der rührige Partnerschaftsverein, der mit einer Neuerung aufwarte: Um den internationalen Gedanken stärker zu prägen, wird er am 10. April den ersten „Eurolog“ organisieren.

Zu diesem Europa-Treffen im Schloss Zweibrüggen wird es ein Kamingespräch mit anschließender Diskussion geben.

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