Power bei der Musik und beim Raketentempo

Von: g.s.
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Froschgruppe, Froschkönig, Oberfrosch – alles da beim giftgrünen Tupfer im Gillrather Tulpensonntagszug. Fotos (7): Georg Schmitz Foto: Georg Schmitz
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Strahlender Himmel in Süggerath, da spenden die Palmen Schatten.
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Pirat (l.) ohne Anschluss in Gillrath: Da braucht man ein (r.) Haustier.
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Ab geht die Post, äh, das Glasfaserzeitalter mit Raketengeschwindigkeit in Gillrath.
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Eine Gruppe mit Wagen wie ein Bollwerk: das Jugendheim Süggerath beim Ortszug unterwegs.
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Süggerather Eisprinzessinnen – angesichts der sonnigen Plustemperaturen dann auch gern im bequemen kürzeren Rock.
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Ach ja, nur zur Erinnerung, im Sommer ist die Fußball-Weltmeisterschaft beherrschendes Thema. In Prummern ist man darauf vorbereitet.

Geilenkirchen. Nach dem zentralen Zug in der Innenstadt setzten sich am Nachmittag noch in drei Stadtteilen – in Süggerath, Prummern und Gillrath – die Jecken wetterbegünstigt in Bewegung.

Einen erwartet tollen Karnevalszug hatte die Süggerather „Spätlese“ aufgeboten. Zwar reichte die Anzahl der Teilnehmer nicht an alte Zeiten heran, aber dennoch waren die fantasievollen Kostümierungen und die Wagen der 15 Gruppen sehenswert. Das Jugendheim Süggerath hinterließ auch im eigenen Ort mit Powermusik seine Spuren, und die SV Süggerath-Tripsrath stand ihnen an Lautstärke in nichts nach.

Hinter den Eisköniginnen verbarg sich eine 20-köpfige Gruppe junger Süggerather Frauen. An anderer Stelle führte ein „Affenrudel“ seine eigenen „Bananenbäume“ mit sich. Auch wenn die Spätlese nicht über Tollitäten verfügte, fuhr dort der Prinzenwagen mit; er war diesmal den Senatoren und Vorstandsmitgliedern vorbehalten. Neben dem Musikkorps Süggerath sorgte das Tambourcorps „Vorwärts“ aus Birgden für die Rhythmen.

Mit acht Gruppen und mehr oder weniger großen Wagen samt kleineren Fahrzeugen fiel der Zug im benachbarten Prummern wie immer bescheidener aus. Dies tat der Stimmung im Dorf überhaupt keinen Abbruch. Bei der Auswahl der Kostümierungen waren die Prummerner besonders einfallsreich vorgegangen.

Gemäß dem Motto „WM-Stars in Prummern“ zeigte sich eine Gruppe in Fußball-Outfits. Die Schützenbruderschaft und die Löscheinheit der Freiwilligen Feuerwehr beteiligten sich wie schon in den Vorjahren am bunten Treiben im Ort. Als Zebras „galoppierten“ die beiden Kegelclubs voran. Sie hatten am Tag zuvor beim Kostümball damit schon den ersten Preis gewonnen.

Nach 26-jähriger Pause hatten die St.-Blasius-Schützen im Jahr 2008 wieder einen Karnevalszug in Gillrath organisiert. Damit trafen sie offenbar den Nerv im Dorf, denn von Jahr zu Jahr wurde der närrische Lindwurm beliebter. Mehr als 500 Teilnehmer ließ jetzt den Zug zu einem Ereignis werden, und das belohnte die Bevölkerung durch starke Präsenz in der Straßen.

Die rund 1000 Zuschauer durften sich über sechs schön kostümierte Fußgruppen freuen, plus dem Gillrather Trommler- und Pfeiferkorps. Hinzu kamen noch neun große und kleine Fahrzeuge. Herausragend war hier der Motivwagen des Freundeskreises um Helmut Gerads, der unter dem Motto „Mit Lichtgeschwindigkeit durch Gillrath“ mit einer sieben Meter hohen Rakete auf die Glasfaserzeit anspielte. Piraten, Froschkönige und andere reale oder Fantasiegestalten sorgten für weitere Glanzpunkte.

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