Politik debattiert über Schwimmkurse und eine Beachvolleyball-Anlage

Von: mh
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Als die Stadt dem Programm „Mathe schützt nicht vor Ertrinken!“ beitrat, gab es das neue Hallenbad noch nicht. Foto: Jan Mönch

Geilenkirchen. Einstimmig, aber nicht ohne einige kritische Anmerkungen folgte der Ausschuss für Bildung, Soziales, Sport und Kultur einem Antrag der Fraktion Bündnis 90/Grüne, die Verwaltung zu beauftragen, Pläne für die Wiederherstellung der Beachvolleyball-Anlage im Bereich des Sportzentrums Bauchem zu erarbeiten.

Grünen-Sprecher Jürgen Benden sagte, in Gesprächen habe sich gezeigt, dass die Anlage sowohl für Vereine als auch für den Schulsport wichtig sei. Es müsse ein neuer Standort gefunden werden, da am früheren Platz das neue Bürgerhaus entstehe.

Nachdem Nils Kasper („Geilenkirchen bewegen! und FDP“) angeregt hatte, Kosten zu sparen, indem man Schüler zu Eigenarbeit animiere, stellte für die CDU Max Weiler fest, dass man einen solchen Beschluss schon vor längerer Zeit im Zusammenhang mit den Plänen für das Bürgerhaus gefasst habe und der Antrag damit überflüssig sei. Aus dem gleichen Grund bezeichnete SPD-Sprecher Christoph Grundmann den Grünen-Antrag als „Augenwischerei“.

Lebhaft diskutiert

Lebhaft diskutiert wurde im Ausschuss über eine weitere Teilnahme am Projekt „Mathe schützt nicht vor Ertrinken!“, mit dem der Kreissportbund in intensiven zweiwöchigen Kompaktkursen versucht, Kindern das Schwimmen beizubringen. Die Teilnahme an dem Projekt kostet jährlich 12.000 Euro, und die Stadt hatte sich dem Projekt angeschlossen, als sie kein eigenes Schwimmbad hatte. Wilfried Kleinen („Geilenkirchen bewegen! und FDP“) wunderte sich vor allem über 6000 Euro Fahrtkosten vor dem Hintergrund, dass man nun doch wieder ein eigenes Bad habe. Er stellte die Frage nach Alternativen zum Beispiel durch Beteiligung der Eltern

Der Leiter des Amtes für Bildung und Wirtschaft, Gort Houben, stellte klar, dass man die Projekt-Teilnahme nicht gegenfinanzieren könne, sondern als „On-top-Leistung“ anbieten müsse. Das Projekt sei teuer, aber „ein ertrunkenes Kind ist mit Geld nicht zu verrechnen“. Da die Gesamtsumme von 12.000 Euro für dieses Jahr schon im Haushalt steht, beschloss der Ausschuss bei einer Neinstimme und einer Enthaltung, auch im nächsten Jahr diese „On-top-Leistung“ zu finanzieren und dann von Jahr zu Jahr erneut zu beraten.

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