Piet Klocke sinniert über Gott und die Welt

Von: g.s.
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Piet Klocke begeisterte sein Publikum in gewohnter Manier mit halben Sätzen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Ich habe Unterwäsche aus Papier erfunden. Das hat den Vorteil, dass man die dreckigen Unterhosen der Wäscherei zufaxen kann“. Piet Klocke hinterließ eine humorvolle Spur bei seinem Gastspiel in Geilenkirchen in der fast ausverkauften Aula der Realschule.

Schon das entspannende Vogelgezwitscher aus den Lautsprechern, das die über 200 Gäste während der vorausgehenden „Wartezeit“ empfing, machte den Unterschied zu anderen Künstlern aus.

Professor Schmitt-Hindermith stand an diesem Abend nur am Rande zur Verfügung, denn der befand sich auf einem „Seminar für angewandte Lufttherapie“. Dafür erwartete Klocke aber seine musizierende Partnerin Angelika Kleinknecht (Simone Sonnenschein), die jeden Moment eintreffen sollte. „Man müsste sie auch hören – beim Einparken“, schaute er in Richtung Eingang. Piet Klocke warf einen Blick auf sein heimisches Umfeld und konnte vermelden: „Ich gehöre einer Generation an.... Ich wohne in einem Viertel...“, aber von „Lebenslauf möchte ich da nicht sprechen, das wäre ein bisschen schnell.“ Er habe überwiegend selbstständig gearbeitet – „es gibt ja zu Hause viel zu tun“.

Piet Klocke stellte sich auch die Frage, wie sich denn Einfluss auswirke und kam auf die Fahrt von seinem Heimatort bei Essen nach Geilenkirchen zu sprechen. Da habe er pausiert und wäre bei einem Chinesen eingekehrt. Was er da erlebt habe... „der hatte Bayrische Wochen“. Da hab ich Gäste gesehen, die ihm die Haxn vom Stäbchen....“.

Das Publikum war von den wie immer größtenteils halben Sätzen begeistert, konnte es sie doch aus eigenem Gedankengut stets zu Ende führen.

Beim Werbeslogan eines Kreditinstituts „Wenn Geld alles ist, was ist dann nichts?“, habe er sich doch etwas gewundert, aber die Bank gebe es jetzt nicht mehr. In Hamburg sei er, wie alle anderen auch, auf der berühmten Meile gelandet und habe sich gedacht, die Frauen müssen doch auch mal raus. Schon habe er sich zwei Seminare einfallen lassen, welche die Damen interessieren könnten: „Höhepunkte im Knetgummi“ und „Wir töpfern Dilden“.

Rothaariger Hüne

Die Gäste in der Aula bogen sich vor Lachen.

Piet Knocke kam noch einmal auf seine Heimat zu sprechen. „In unserem Viertel sind wir sehr ordentlich, wir trennen zum Beispiel auch Laub“.

Zwischendurch stellte sich der Komödiant mehrmals die Fragen „Wer bin ich?, wie viele bin ich?, warum bin ich nicht dabei?“.

Die Zuhörer hatte ihren Spaß mit dem Bühnenstück „Das Leben ist schön – gefälligst“ und werden sich noch lange an den Auftritt des rothaarigen Hünen Piet Klocke erinnern.

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