Pianistin Laida Hitaj zu Gast im Schloss Zweibrüggen

Von: mabie
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Die 16-jährige Pianistin Laida Hitaj aus Albanien zeigte bei ihrem Konzert im Schloss Zweibrüggen exzellente Leistungen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Natürlich oblag es Pianist Heribert Koch vor dem Konzertgenuss in Schloss Zweibrüggen ein paar Worte an die Gäste zu richten. Dabei stellte er allerdings nicht seine eigenen Leistungen in den Vordergrund. Vielmehr galt der Vorschusslorbeer seiner Elevin Laida Hitaj aus Albanien, die sich trotz ihres Alters von gerade einmal 16 Jahren den Herausforderungen der Etüden von Frédéric Chopin stellte.

„Es sind Stücke reinster Poesie“, so Koch, „und dass eine 16-Jährige das kann, ist ganz außergewöhnlich.“ Denn den namensgebenden Charakter als Übungsstücke hätten die Kompositionen Chopins längst abgelegt und sich als Herausforderung für jeden Pianisten bewiesen.

Von einer Herausforderung der anderen Art berichtete Koch zudem noch. Denn die Entdeckung des jungen Ausnahmetalents in ihrem Heimatland bewegte ihn nicht nur tief, sondern zeigte ihm auch, wie dort junge Menschen mit viel Eifer und Können an ihrer musikalischen Ausbildung arbeiteten. Das Ergebnis dieser harten Arbeit zeigten die zwölf Etüden (op. 25) aus der Feder Chopins, die Laida Hitaj scheinbar schwerelos, zumindest ohne sichtbare Schwierigkeiten, in die Ohren der begeisterten Menschen perlen ließ.

Und als wäre das nicht Leistung genug gewesen, zeigte sich die junge, zurückhaltende Frau auch bei der Ballade in f-Moll (op. 52), der Sonate in b-Moll (op. 35) und der abschließenden Polonaise As-dur (op. 53) in Bestform. Unglaublich, wie sehr sie den Flügel im Schloss zu absoluten Klangeskapaden der außergewöhnlichen Art trieb. Beeindruckend auch ihre traumwandlerische Sicherheit im Umgang mit der anspruchsvollen Literatur.

Dafür gab es zu Recht höchstes Lob und tosenden Applaus des Publikums, das mit dem Wunsch nach Hause fuhr, in Zukunft noch mehr Konzertgenüsse dieser Art im städtischen Kulturkalender zu erleben.

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