Pfingstdampf: Chromblitzende Schätze im Schatten alter Loks

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„Ich hätte geheult, wenn der in der Schrottpresse gelandet wäre”, erzählte Gerd Schütz die Geschichte seiner Drehleiter. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Schierwaldenrath. „Ich hätte geheult, wenn der in der Schrottpresse gelandet wäre”, erzählte Gerd Schütz einer Besucherin der Pfingstdampf-Veranstaltung bei der Selfkantbahn in Schierwaldenrath, als diese sich begeistert von dem alten Feuerwehrauto des Gangelter Ortsvorstehers zeigte.

Mit dieser Aussage hatte Gerd Schütz wohl das Ansinnen all derer in einen Satz gefasst, die rund um die Selfkantbahn arbeiten. Was wäre heute noch von der ganzen alten Kreisbahngeschichte zu sehen und vor allem zu benutzen, wenn es da nicht die Enthusiasten gegeben hätte, die vor vielen Jahren begannen, sich der ganzen ausrangierten Lokomotiven, Wagen und der Infrastruktur mit den Gleisen anzunehmen?

Erhalten haben auch viele Freunde der Landwirtschaft Traktoren der letzten, der vorletzten bis hin zur ersten Generation. Der klassische Lanz-Bulldog „glänzt” dabei nicht selten im Urzustand. Das heißt, der Motor tut immer noch seinen Dienst, der Lack ist original, beziehungsweise das, was von ihm übrig geblieben ist. Dagegen sieht dann ein Porsche aus den 1960-er Jahren aus, als käme er gerade aus dem Laden.

Auf der Wiese die Traktoren, dann die Schütz-Drehleiter und auf dem Parkplatz die Oldtimer mit zwei und vier Rändern. Natürlich ist ein Ford T von 1914 ein Blickfang; klar, dass die Besucher sich um eine Chevrolet „Bel-Air 55” scharen. Mit dem VW-Buggy zu fahren, hätte gerade bei dem tollen Wetter Spaß gemacht, und auch der Mercedes Ponton 180c zog die Blicke auf sich. Den meisten Zulauf hatte hier aber ein niederländischer Hobbybastler, der sein Fahrrad mittels einer Dampfmaschine antrieb. Zigmal musste er erklären, wie dieses und jenes funktioniert. Dampfmaschinen und Modelleisenbahn, die komplett in Handarbeit erstellt wurden, gab es in der Museumshalle zu sehen.

Neben der Halle lagen einige Selfkantbahner unter der Motordraisine, die nach langen Reparaturarbeiten endlich wieder fahren konnte. „Alles was sich bewegen kann, haben wir auf der Strecke”, erzählte Helmut Kommans den vielen Gästen, die immer wieder gerade die Pfingsttage dazu nutzen, zu sehen, was es Neues rund um den Bahnhof in Schierwaldenrath gibt. Sehr gut besucht war bei allen Fahrten mit der Haspe oder den andern Dampflokomotiven der Buffetwagon.

Da gab es frische Erdbeertorte - die ließ man sich nur ungern entgehen. Passend zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag fuhr der Mühlenexpress, ein Mercedes-Oldtimerbus Baujahr 1953, von Schierwaldenrath aus mehrmals zu den Windmühlen der Umgebung.

Dort wurden die Fahrgäste von Fachleuten empfangen, die ihnen die historische Technik der Mühlen erklärten. Die SSB-Bigband aus Geilenkirchen sorgte für einen tollen musikalischen Rahmen der wieder einmal gelungenen Pfingsttage bei der Selfkantbahn.
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