Übach-Palenberg - Pfarrer Thomas Fresia verabschiedet sich

Pfarrer Thomas Fresia verabschiedet sich

Von: akf
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Das Licht im Kirchenschiff der
Das Licht im Kirchenschiff der Erlöserkirche war schon längst gelöscht, als Pfarrer Thomas Fresia (r.) sich noch immer von Gemeindemitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde Übach-Palenberg verabschiedete. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Pfarrer Thomas Fresia war in der fusionierten Evangelischen Kirchengemeinde Übach-Palenberg, insbesondere im Gemeindeteil Übach-Palenberg-Ost mit Übach und Boscheln, sehr beliebt. Das verdeutlichte der Abschiedsgottesdienst in der vollbesetzten Erlöserkirche in Übach.

Nach zehn Jahren segensreichen Wirkens hat er ziemlich plötzlich und unerwartet passend zum Werk von Friedensreich Hundertwasser: „Der große Weg” Abschied von seinem Dienst in Übach-Palenberg genommen. In all den Jahren hat er durch seine ihm eigene Art das Gemeindeleben bereichert und verstanden, neue Impulse zu setzen und viele Spuren hinterlassen. Der Abschiedsgottesdienst für ihn und Ehefrau Anja sowie die seit 2008 in der Gemeinde wirkende Jugendmitarbeiterin Sina Otten fand große Resonanz.

Der Gottesdienst in Anwesenheit von Superintendent Jens Sannig, Pfarrerin Tanja Bodewig, Stephan Lütkemeier und anderen wurde musikalisch durch den Gemeindechor unter Leitung von Regine Rüland gestaltet. Pfarrer Thomas Reppich verabschiedete Thomas Fresia und Sina Otten im Namen des Presbyteriums und verwies darauf, dass beide in einen anderen Dienst wechseln: Thomas Fresia gemeinsam mit Ehefrau Anja als Pfarrer in eine Wiener Gemeinde und Sina Otten mit neuen Aufgaben bei der Diakonie in Hannover. „Im Namen des Presbyteriums und der ganzen Gemeinde danke ich Euch für Eure Arbeit. Ihr habt mit Euren Arbeitsschwerpunkten auf ganz unterschiedliche Weise gewirkt und unserer Gemeinde gedient. In der Ausübung Eurer Aufgaben wart Ihr ein Segen für unsere Gemeinde. Manche Saat, die ihr gesät habt, wird noch aufgehen. Wir wollen dafür Sorge tragen, dass Eure Mühen bei dem, was ihr vorangetrieben habt, in unserem Blick bleiben und ,wo es möglich ist, in Eurem Sinne weitergeführt werden”, so Reppich.

Nicht noch mal trösten müssen

In seiner Predigt betonte der scheidende Thomas Fresia, dass er nicht schon wieder Abschied nehmen wolle, denn das habe er bereits in den Sommerferien so oft getan. „Ich will auch nicht schon wieder Adieu sagen müssen, Tränen trocknen, trösten, ein hoffentlich ehrlich gemeintes „Wir sehen uns bald wieder” sagen. Nein, ich will nicht schon wieder noch einmal zurückblicken, seufzen über das, was nicht mehr ist, bange fragen, wie es denn weiter gehen könnte oder am Ende sogar dümmlich sinnieren, dass früher vielleicht alles besser war.” Er wolle nach vorne schauen. Denn natürlich gehe es weiter - hier genauso wie in Wien.

Fresia verwies darauf, dass der Prophet Jesaja als Bote Gottes jedenfalls damit alle Hände voll zu tun hatte, die Menschen seiner Zeit und Umgebung wachzurütteln, aufzurichten, in ihnen Hoffnung zu wecken. „Das Volk war bedrängt von den expandierenden Assyrern, die Angst vor Krieg, Zerstörung und Unterdrückung lag den Menschen näher als jede Zuversicht und Hoffnung. In dieser Zeit, rund 700 Jahr vor Christus, in dieser Situation macht sich Jesaja seine Gedanken über Gott und die Welt, und wir sind heute morgen eingeladen, mit ihm darüber nachzudenken.”

Der Prophet Jesaja habe von einer großen, von einer sagenhaften Veränderung geträumt. Er habe sich seine Sehnsucht nicht rauben lassen, er habe an seiner Hoffnung, an seinem tiefen Vertrauen in Gott festgehalten. „Und ich spüre rund 2700 Jahre später, wie sehr mich seine Worte anrühren, wie sehr mich das anspricht, wovon er schreibt. So aktuell ist seine Situationsbeschreibung, so ungebrochen wie die gemeinsame Sehnsucht.”
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